Bild folgtKI-generierte IllustrationStercorarius pomarinus (Temminck, 1815)
Die Mittlere Raubmöwe (Stercorarius pomarinus) erkennt Ihr an ihrem kräftigen Körper und den markanten, löffelförmig gedrehten mittleren Schwanzfedern. In Eurem Garten werdet Ihr diesen Seevogel nur in seltenen Ausnahmefällen antreffen, etwa nach schweren Stürmen oder in direkter Küstennähe während der Zugzeiten. Diese Vögel leben überwiegend pelagisch (auf dem offenen Meer) und sind für ihren Kleptoparasitismus (das Rauben von Nahrung bei anderen Vögeln) bekannt. Ihre Ernährung ist rein tierisch und umfasst Fische, kleinere Vögel sowie in ihren Brutgebieten vor allem Nagetiere. Im Ökosystem nehmen sie die Rolle eines Spitzenprädators (Raubtier am Ende der Nahrungskette) ein, der Bestände reguliert. Da sie keine typischen Gartenbewohner sind, könnt Ihr als Gartenbesitzer vor allem durch den allgemeinen Schutz von Gewässern und Küstenlebensräumen zu ihrem Erhalt beitragen. Ein naturnaher Garten in Küstennähe bietet ihnen höchstens kurzzeitige Rastmöglichkeiten bei schlechter Witterung. Achtet bei Beobachtungen auf die dunkle Kappe und das oft helle Brustband. Ihr Erscheinen im Binnenland ist stets eine ornithologische (vogelkundliche) Besonderheit.
Diese Vogelart ist nach geltendem Recht streng geschützt und für den Menschen absolut harmlos. Im Garten tritt sie nur als seltener Irrgast auf und zeigt gegenüber Menschen ein eher scheues Verhalten.
Die Mittlere Raubmöwe gehört zur Familie der Raubmöwen (Stercorariidae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als heimisch eingestuft. Taxonomisch (systematisch) wird sie innerhalb der Ordnung der Regenpfeiferartigen geführt. Ihr Hauptlebensraum ist das offene Meer, während die Fortpflanzung in der arktischen Tundra stattfindet.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →