Bild folgtKI-generierte IllustrationSpinacia oleracea
Auch bekannt als: Chenopodium oleraceum (L.) E.H.L.Krause, Spinat, Blattspinat, Echter Spinat
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren kräftig grünen, fleischigen Blättern, die meist in einer dichten Rosette (kreisrunde Anordnung der Blätter am Boden) wachsen, lässt sich der Echte Spinat (Spinacia oleracea) sofort erkennen. Er ist weit mehr als nur ein gesundes Gemüse für uns Menschen. In einem naturnah gestalteten Garten dient er als wertvolle Lebensgrundlage für spezialisierte Insekten. Besonders die Raupen der Hausmutter (Noctua pronuba) und der Gemüseeule (Lacanobia oleracea) sind auf die Blätter als Nahrung angewiesen. Wenn Du also ein paar Pflanzen für die Natur stehen lässt, leistest Du einen echten Beitrag zum Artenschutz direkt vor Deiner Terrassentür.
Wichtige Kinderstube für die Hausmutter und die Gemüseeule.
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Der ökologische Wert des Echten Spinats liegt vor allem in seiner Funktion als Raupenfutterpflanze. Nach aktuellen Daten profitieren insbesondere zwei Nachtfalterarten von dieser Pflanze: Die Hausmutter (Noctua pronuba) und die Gemüseeule (Lacanobia oleracea) nutzen die Blätter als Kinderstube für ihren Nachwuchs. Während viele Gärtner den Spinat früh ernten, bietet das Stehenlassen einzelner Pflanzen im Spätsommer einen wertvollen Lebensraum. Da der Spinat windbestäubt ist, produziert er zwar keinen Nektar, liefert aber durch seine Biomasse (organisches Material der Pflanze) einen wichtigen Beitrag zum Nahrungsnetz in Deinem Garten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Aug
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.38 m
Damit Dein Spinat gut gedeiht, solltest Du ihn an einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit nährstoffreichem Boden säen. Er bevorzugt eine gleichmäßige Bodenfeuchte und verträgt keine Staunässe (Zustand, bei dem Wasser im Boden steht und die Luft verdrängt).
Pflanzzeit: Säe von März bis Mai für die Frühjahrsernte oder von September bis November für die Herbsternte.
Boden: Achte auf humose Erde (Erde mit hohem Anteil an zersetztem organischem Material).
Abstand: Halte einen Reihenabstand von etwa 20 Zentimetern ein.
Pflege: Gieße bei Trockenheit regelmäßig, um das Schießen (vorzeitiges Austreiben des Blütenstängels) zu verhindern.
Vermehrung: Wenn Du die Samenreife abwartest, kannst Du das Saatgut im Folgejahr wieder verwenden.
Gute Partnerin: Die Echte Melde (Atriplex hortensis) – beide Pflanzen haben ähnliche Ansprüche an den Boden und ergänzen sich optisch im ökologischen Nutzgarten.
Der Echte Spinat (Spinacia oleracea) ist eine einjährige, krautige Pflanze, die in Österreich als heimisch gilt. Er erreicht während der Blütezeit eine Höhe von bis zu 60 Zentimetern und bildet unscheinbare, grünliche Blüten aus. Die Pflanze ist getrenntgeschlechtlich (männliche und weibliche Blüten befinden sich auf unterschiedlichen Exemplaren), was botanisch eine Besonderheit im Gemüsebeet darstellt. Die Blattform variiert je nach Sorte von spitz-eiförmig bis pfeilförmig, wobei die Blattfläche oft leicht gewellt ist.
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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