Bild folgtKI-generierte IllustrationSphinx ligustri
An seiner beachtlichen Größe und dem markant rosa-schwarz gestreiften Hinterleib lässt sich der Ligusterschwärmer (Sphinx ligustri) sofort erkennen. Du entdeckst diesen stattlichen Nachtfalter meist in der Dämmerung, wenn er im Schwirrflug vor Blüten verharrt, um Nektar zu trinken. In der Regel entwickelt sich pro Jahr eine Generation, deren Weibchen die Eier einzeln an die Unterseite von Blättern ablegen. Die Raupen sind polyphag (von vielen verschiedenen Pflanzenarten lebend) und ernähren sich bevorzugt von den Blättern der Gemeinen Esche (Fraxinus excelsior) oder des Gewöhnlichen Ligusters (Ligustrum vulgare). Im Sommer besuchen die Falter für die Nektarsuche gerne tiefkelchige Blüten wie die des Wald-Geißblatts (Lonicera periclymenum). Das Tier überwintert als Puppe (das Ruhestadium während der Wandlung vom Ei zum Falter) tief im Erdboden vergraben. Du kannst den Schwärmer fördern, indem du heimische Sträucher wie den Gewöhnlichen Schneeball (Viburnum opulus) pflanzt und auf das Umgraben unter Futtergehölzen verzichtest. Da er etwa ein Gramm wiegt, benötigt er energiereichen Nektar, den er an Abendblühern findet. Achte darauf, Gartenbereiche unter Sträuchern im Winter ungestört zu lassen, damit die Puppen im Boden sicher überdauern können.
Dieser imposante Falter ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher. Er besitzt keinen Stachel und kann nicht beißen; auch das auffällige Horn am Hinterende der Raupe ist weich und dient nur der Abschreckung. Eine Verwechslung mit anderen großen Schwärmern ist möglich, doch sind alle heimischen Arten für den Menschen absolut unbedenklich.
Der Ligusterschwärmer gehört zur Familie der Schwärmer (Sphingidae) und ist ein typischer Vertreter der hiesigen Nachtfalterfauna. Er ist in Mitteleuropa weit verbreitet und besiedelt bevorzugt Gärten, Parks und lichte Waldränder mit entsprechendem Unterholz. Mit seinem stromlinienförmigen Körper und einer Masse von rund einem Gramm ist er ein kraftvoller Flieger, der auch mittlere Temperaturen gut verträgt. In der Schweiz ist die Art durch hunderte Beobachtungen seit den 1970er Jahren gut dokumentiert und gilt als etablierter Teil der regionalen Ökosysteme.
Körpergröße
large
Nahrung
polyphagous
Überwinterung
pupa
Temperatur
intermediate
•Neff et al. (2025) — Swiss Moth Traits, DOI: 10.5281/zenodo.14506883 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF Occurrence Database (CC BY 4.0 / CC0)
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