Bild folgtKI-generierte IllustrationSpeleomantes italicus (Dunn, 1923)
Der Italienische Höhlensalamander (Speleomantes italicus) ist ein kleiner, schlanker Schwanzlurch mit auffällig großen Augen und einer meist bräunlichen Färbung, der kühle Felsspalten bewohnt. Als lungenloser Salamander atmet er ausschließlich über die Haut, was ihn an sehr feuchte Lebensräume bindet. Er bevorzugt saubere Stillgewässer (stehende Wasserkörper) oder Sickerstellen mit hoher Wasserqualität als Feuchtigkeitsquelle in seinem Revier. Sein Laichverhalten ist besonders, da die Fortwicklung der Jungtiere oft direkt in den Eiern an feuchten Landstellen erfolgt, statt eine klassische Wanderung zum Teich zu unternehmen. Diese Art unterliegt dem strengen Schutzstatus der FFH-Richtlinie (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU). Um ihm zu helfen, kannst Du in Deinem Garten schattige Steinmauern ohne Mörtel errichten, die als Amphibienunterschlupf dienen. Ein flacher Gartenteich bietet notwendige Feuchtigkeit, sollte aber frei von Fischen sein. Vermeide unbedingt Pestizide (chemische Mittel zur Schädlingsbekämpfung), da diese die empfindliche Haut schädigen. Totholzhaufen und feuchtes Laub sind ideale Ergänzungen für ein stabiles Mikroklima (lokales Kleinklima). So schaffst Du einen wertvollen Rückzugsort für diesen heimischen Erdbewohner.
Dieser Salamander ist streng geschützt; das Fangen oder Umsiedeln ist gesetzlich verboten. Berührungen sollten vermieden werden, da Hautsekrete bei Kontakt mit Schleimhäuten reizend wirken können. Ein respektvoller Abstand im Garten sichert das Überleben dieses nützlichen Insektenfressers.
Der Italienische Höhlensalamander ist taxonomisch (systematisch) in die Familie der Plethodontidae eingeordnet. Er kommt als heimische Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor, wo er eine dämmerungsaktive Lebensweise in kühlen Nischen pflegt. Die Tiere erreichen meist eine Körperlänge von 10 bis 12 Zentimetern. Aufgrund ihrer speziellen Biologie benötigen sie Lebensräume mit einer konstant hohen Luftfeuchtigkeit und Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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