Bild folgtKI-generierte IllustrationSorbus domestica
Auch bekannt als: Sporapfel, Spreigel, Feldspeierling, Speyerling, Sperberbaum, Waldspeierling, Spierapfel
An den fein gezähnten, gefiederten Blättern und den kleinen, apfel- oder birnenförmigen Früchten lässt sich der Speierling sofort erkennen. Diese seltene Wildobstart ist heute ein echter Schatz für den Naturgarten, da sie auf der Roten Liste mit Stufe 3 als gefährdet geführt wird. Durch die Pflanzung leistest du einen direkten Beitrag zum Artenschutz und erhältst eine Baumart, die in der freien Landschaft kaum noch zu finden ist. Mit seiner stattlichen Krone schafft er wertvollen Lebensraum in der Vertikalen. Wenn du einen sonnigen, warmen Platz zur Verfügung hast, wird dieser langlebige Baum eine Bereicherung für viele Jahrzehnte sein.
Gefährdete Rarität: Hol dir mit dem Speierling ein Stück Zeitgeschichte in den Garten.
Im Mai öffnet der Speierling seine weißen Blütenstände, die für zahlreiche Bestäuber eine wichtige Nahrungsquelle darstellen. Da er so selten geworden ist, wirkt jeder Baum in Privatgärten als wertvoller Trittstein für die Vernetzung von Lebensräumen. Die herbstlichen Früchte sind ein Festmahl für Vögel und kleine Säugetiere, die das Fallobst verwerten. Nach aktuellen Daten zur Artenvielfalt dient er zudem als wichtiger Lebensraum für spezialisierte Pilze im Bereich der Wurzeln. Durch seine Resistenz gegenüber Hitze ist er zudem ein wichtiger Baum für das zukünftige Stadt- und Gartenklima.
Der Speierling gilt laut Datenbank als nicht kindersicher. Die Kerne in den Früchten enthalten wie bei vielen Rosengewächsen Amygdalin, das bei der Verdauung Blausäure freisetzen kann. Achte darauf, dass Kinder die Samen nicht in größeren Mengen zerkauen, auch wenn das Fruchtfleisch nach Frosteinwirkung oder längerer Lagerung für den Menschen genießbar ist.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
12.9 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen, warmen und geschützten Platz.
Boden: Er bevorzugt tiefgründige, kalkreiche Erden, die eher trocken bis frisch sein sollten.
Pflanzzeit: Setze den Baum im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Frost herrscht.
Wasser: In den ersten zwei bis drei Jahren musst du bei Trockenheit regelmäßig gießen, danach ist er sehr trockenheitsresistent.
Düngung: Eine Gabe von reifem Kompost im Frühjahr unterstützt das Wachstum junger Bäume.
Schnitt: Ein gezielter Erziehungsschnitt in der Jugendphase hilft, eine stabile Krone aufzubauen; ältere Bäume benötigen kaum Pflege.
Symbiose: Er nutzt die VAR-Mykorrhiza (eine spezielle Form der Pilz-Wurzel-Gemeinschaft), die ihn widerstandsfähiger macht.
Kombinationsempfehlung: Ein guter Partner ist der Eingriffelige Weißdorn (Crataegus monogyna). Beide Arten bevorzugen ähnliche sonnige Standorte und bieten zusammen eine dichte Struktur, die Vögeln hervorragende Nistmöglichkeiten bietet.
Der Speierling (Sorbus domestica) gehört zur Gattung der Mehlbeeren innerhalb der Familie der Rosengewächse. Er ist in Deutschland und der Schweiz indigen (einheimisch) oder als Archäophyt (vor 1492 vom Menschen eingeführt) eingestuft. Als wärmeliebende Art besiedelt er natürlicherweise lichte Laubmischwälder und trockene Standorte. Besonders auffällig ist seine Borke, die im Alter in kleinen, rechteckigen Schuppen aufspringt. Mit seiner Einstufung als gefährdete Art gehört er zu den schützenswertesten Gehölzen unserer Region.
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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