Bild folgtKI-generierte IllustrationSorex minutus Linnaeus, 1766
Mit einer Körperlänge von nur vier bis sechs Zentimetern und einem braun-grauen Fell ist die Zwergspitzmaus (Sorex minutus) das kleinste Säugetier unserer Heimat. Du erkennst sie an ihrer langen, beweglichen Schnauze und dem verhältnismäßig langen, behaarten Schwanz. In Deinem Garten bevorzugt sie dichte Vegetation, Krautschichten oder Totholzhaufen, die ihr Schutz bieten. Als Insektenfresser ist sie ein nützlicher Helfer, da sie unermüdlich nach Nahrung sucht. Sie ist sowohl am Tag als auch in der Nacht aktiv und macht nur kurze Pausen, um ihren extrem hohen Stoffwechsel (Umwandlung von Nahrung in Energie) aufrechtzuerhalten. Da sie keinen Winterschlaf hält, muss sie auch im Februar ständig fressen, um nicht zu verhungern. Sie erbeutet dabei verschiedene Kleintiere wie Insekten, Spinnen oder Asseln, die sie am Boden findet. Um sie zu unterstützen, kannst Du Laubhaufen oder Reisigstapel im Garten belassen. Solche Strukturen bieten ihr wertvolle Jagdreviere und sichere Verstecke vor Feinden. Ein naturnaher Garten mit unaufgeräumten Ecken ist für dieses winzige Tier eine wichtige Lebensgrundlage.
Die Zwergspitzmaus steht unter allgemeinem Artenschutz und darf nicht gefangen oder getötet werden. Sie ist für Menschen vollkommen harmlos und nicht giftig. Ein Umsiedeln sollte unterbleiben, da das Tier aufgrund seines schnellen Stoffwechsels ohne ständige Nahrung innerhalb weniger Stunden verstirbt.
Die Zwergspitzmaus (Sorex minutus Linnaeus, 1766) gehört zur Familie der Spitzmäuse (Soricidae) und ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Belgien heimisch. Trotz ihres Namens ist sie nicht mit den Nagetieren verwandt, sondern zählt zur Ordnung der Insektenfresser. Sie erreicht ein Gewicht von nur drei bis sieben Gramm und bewohnt verschiedenste Lebensräume mit dichter Bodenvegetation. Ihre Lebensweise ist durch eine extrem hohe Stoffwechselrate (Geschwindigkeit der Energieverarbeitung) geprägt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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