Bild folgtKI-generierte IllustrationSolanum lycopersicum
Auch bekannt als: Pomidore, Peruanischer Apfel, Cocktailtomate, Datteltomate, Goldapfel, Liebesapfel, Wolfspfirsich, Cherrytomate, Tomate, Cherrytomaten, Paradeiser, Cherry-Tomate, Kirschtomate, Fleischtomate
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist die Tomate (Solanum lycopersicum) durch ihre gelben, nach unten hängenden Sternblüten und den markanten Duft ihrer behaarten Stängel. Sie dient spezialisierten Nachtfaltern als wichtige Kinderstube, etwa der Gemüseeule (Lacanobia oleracea) oder der Baumwoll-Kapseleule (Helicoverpa armigera). Wenn du also ein paar Blätter für die Raupen entbehrst, förderst du aktiv die lokale Insektenwelt. Probiere es aus und beobachte, wer sich an dieser vielseitigen Pflanze einfindet.
Kinderstube für die Gemüseeule: Mehr als nur eine Nutzpflanze für deinen Garten.
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Nach aktuellen ökologischen Daten ist die Tomate eine wichtige Raupenfutterpflanze für mehrere Nachtfalterarten. Davon profitieren insbesondere die Baumwoll-Kapseleule (Helicoverpa armigera), die Baumwoll-Sonneneule (Helicoverpa punctigera) und die Gemüseeule (Lacanobia oleracea). Diese Falter legen ihre Eier an der Pflanze ab, damit sich die Raupen vom Laub ernähren können. Auch wenn keine spezifischen Nektardaten vorliegen, bieten die Pollen der Blüten eine Nahrungsgrundlage für Wildbienen, die das Verfahren der Vibrationsbestäubung beherrschen. In einem naturnahen Garten in Österreich fungiert sie somit als Brücke zwischen Nutzgarten und Artenschutzraum.
Solanum lycopersicum (Bittersuesser Nachtschatten) gilt als giftig. Giftige Teile: Unreife Beeren, Kraut. Wirkstoff: Alkaloide (Solanin, Solasodin). Bei Verdacht auf Vergiftung: Giftnotruf: 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Okt
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.65 m
Die Tomate benötigt einen vollsonnigen, warmen Standort mit nährstoffreichem Boden.
Standort: Wähle einen windgeschützten Platz mit hoher Lichtintensität.
Boden: Ideal ist humose Erde (ERde mit hohem Anteil an zersetzter organischer Substanz), die Wasser gut speichern kann.
Pflanzzeit: Setze die Jungpflanzen von März bis Mai ins Freiland, solange der Boden offen und frostfrei ist.
Pflege: Gieße die Pflanze regelmäßig nur an der Basis, um die Blätter trocken zu halten und Pilzkrankheiten vorzubeugen.
Düngung: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie während der Wachstumsphase zusätzliche Gaben von Kompost.
Vermehrung: Die Vermehrung erfolgt über Samen, die im zeitigen Frühjahr vorgezogen werden.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist das Wilde Stiefmütterchen (Viola tricolor). Beide sind in der Region heimisch, und das Stiefmütterchen dient als bodennah wachsender Partner, der den Boden leicht beschattet, ohne der Tomate die Sonne zu nehmen.
Die Tomate (Solanum lycopersicum) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und ist im Alpenraum, insbesondere in Österreich, heimisch. Sie wächst als einjährige bis ausdauernde krautige Pflanze, die durch ihre Drüsenhaare (Glandularhaare: haarähnliche Strukturen, die Sekrete absondern) klebrig wirkt. Typisch ist ihr drüsig-behaarter Stängel und die gefiederten Blätter. Ihre gelben Blüten sind radiärsymmetrisch (strahlenförmig aufgebaut), was sie für bestimmte Bestäuber, die den Pollen durch Vibration lösen, besonders attraktiv macht.
1 Video zu Tomate

2 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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