Bild folgtKI-generierte IllustrationSalvia sylvestris
Auch bekannt als: Salvia × sylvestris
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer den Wilden Salbei (Salvia sylvestris) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Die tiefvioletten Blütenähren ragen straff aufrecht aus den graugrünen Blättern hervor. Diese einheimische Staude ist ein wahrer Segen für deinen Garten, da sie über ein halbes Jahr hinweg verlässlich Nahrung bietet. Besonders die Gartenwollbiene (Anthidium manicatum) und die Breitbindige Schmalbiene (Lasioglossum lativittatum) sind hier Stammgäste. Mit dieser Wahl förderst du aktiv den Erhalt seltener Insektenarten direkt vor deiner Haustür. Du machst hier alles richtig, wenn du eine robuste und ökologisch wertvolle Pflanze suchst, die wenig Ansprüche stellt.
Blütenwunder von Mai bis Oktober: Ein Festmahl für seltene Wildbienenarten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Salbei eine erstklassige Anlaufstelle für spezialisierte Wildbienen. Die Grobpunktierte Kleesandbiene (Andrena punctatissima) und die Verkannte Goldfurchenbiene (Halictus confusus) nutzen das Angebot an Nektar und Pollen intensiv. Auch die Gartenwollbiene (Anthidium manicatum) besucht die Blüten regelmäßig. Da die Blütezeit von Mai bis Oktober reicht, überbrückt die Pflanze die nahrungsarmen Phasen im Hochsommer und Frühherbst. Die leichten Samen dienen zudem als kleine Kraftpakete für die lokale Fauna. Dein Garten wird durch diese Art zu einem wichtigen Trittsteinbiotop (vernetzender Lebensraum) für den Artenschutz.
In Bezug auf die Gartensicherheit ist zu beachten, dass der Wilde Salbei als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn er keine schwere Giftpflanze ist, solltest du darauf achten, dass Kleinkinder keine Pflanzenteile verschlucken. Im Falle von Unklarheiten nach einem Verzehr ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Okt
Bioregion
Continental
Wuchsform
Halbstrauch
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.344 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten aus, damit die Pflanze ihre volle Blütenkraft entfalten kann.
Der Boden sollte gut durchlässig und eher mager sein; Staunässe musst du unbedingt vermeiden.
Pflanzzeit ist idealerweise im Frühling von März bis Mai oder im Herbst bis zum ersten Frost.
Halte beim Einsetzen einen Abstand von etwa 30 cm zu den Nachbarpflanzen ein.
Gießen ist nur bei extremer Trockenheit nötig, da die Art sehr genügsam ist.
Ein Rückschnitt nach der ersten Blüte im Juli kann eine zweite Blühphase im Spätsommer anregen.
Vermehrung geschieht oft von selbst durch die leichten Samen, was du für eine natürliche Gartenoptik nutzen kannst.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Flockenblume (Centaurea jacea) – sie teilt die Vorliebe für sonnige Standorte und ergänzt das violette Farbspektrum ökologisch wertvoll.
Der Wilde Salbei gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich indigen (einheimisch). Sein natürlicher Lebensraum umfasst trockene Wiesen und sonnige Standorte, wobei er als nicht verholzter Halbstrauch (eine Pflanze mit buschigem Wuchs, die im Winter oberirdisch abstirbt) wächst. Mit einer festgeschriebenen Wuchshöhe von genau 0,34 m bleibt er kompakt. Die Ausbreitung erfolgt durch sehr leichte Samen, sogenannte Diasporen (Ausbreitungseinheiten), die nur 1,0 mg wiegen und so leicht vom Wind davongetragen werden können.
3 Videos zu Wilder Salbei



4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →