Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix rubens
Auch bekannt als: Rot-Weide, Salix rubens
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Typisch fuer die Hohe Weide (Salix rubens) sind ihre biegsamen, oft gelblich bis roetlich schimmernden Jungtriebe und die schmalen, fein gesaegten Blaetter. Als natuerliche Kreuzung ist sie ein wertvoller Bestandteil unserer heimischen Auenlandschaften und Feuchtgebiete. Sie dient als eine der ersten wichtigen Nahrungsquellen im Jahr, von der unter anderem der Schillerfalter (Apatura iris) und der C-Falter (Polygonia c-album) massgeblich profitieren. Wenn du einen grossen, feuchten Garten hast, ist dieser Baum ein echtes Juwel fuer den Artenschutz. Achte darauf, ihr genuegend Raum zur Entfaltung zu geben, da sie recht stattlich werden kann.
Fruehlingsretter fuer Schillerfalter: Die Hohe Weide bietet Nahrung ab Maerz.
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Nach aktuellen Bestaeubungsdaten ist die Hohe Weide eine lebenswichtige Tankstelle fuer seltene Falter. Arten wie der Trauermantel (Nymphalis antiopa), der Große Fuchs (Nymphalis polychloros) und der Oestliche Schillerfalter (Apatura metis) nutzen sie intensiv. Auch der Schillerfalter (Apatura iris) findet hier Nahrung. Die Blattwespe Pontania proxima nutzt die Pflanze zudem zur Fortpflanzung und bildet charakteristische Gallen (lokale Gewebewucherungen) an den Blaettern aus. Da die Weide sehr frueh im Jahr blueht, bietet sie Nektar und Pollen zu einer Zeit, in der viele andere Insekten noch keine Nahrung finden.
Die Hohe Weide wird als nicht kindersicher eingestuft, da die Rinde Salicin (ein natuerlicher Inhaltsstoff, der im Koerper zu Salicylsaeure umgewandelt wird) enthaelt. Bei Verzehr groesserer Mengen kann es zu Unvertraeglichkeiten kommen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Pflanzen besteht jedoch nicht. Die Pflanze ist fuer einen Garten mit Kindern bei normaler Vorsicht handhabbar.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
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Wuchsform
Baum
Standort: Sonnig bis halbschattig auf dauerhaft feuchten bis nassen Untergruenden.
Boden: Naehrstoffreiche, schwere Lehm- oder Tonboeden sind ideal.
Pflanzzeit: Maerz bis Mai oder September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Wasser: Vertraegt zeitweise Ueberschwemmungen und braucht auch im Sommer viel Feuchtigkeit.
Schnitt: Sehr schnittvertraeglich; kann als Kopfweide (durch regelmaessigen Rueckschnitt auf den Stammkopf) gepflegt werden.
Vermehrung: Steckhoelzer im zeitigen Fruehjahr einfach in die feuchte Erde stecken.
Duengung: In naturnahen Gaerten ist aufgrund der Genuegsamkeit keine Duengung erforderlich.
Kombination: Gute Partnerin ist die Sumpfdotterblume (Caltha palustris), da beide feuchte Standorte lieben und gemeinsam den Fruehling einlaeuten.
Die Hohe Weide gehoert zur Familie der Weidengewaechse (Salicaceae) und ist eine indigene (einheimische) Kreuzung aus der Silberweide und der Bruchweide. Sie besiedelt bevorzugt Standorte mit hoher Bodenfeuchte und ist in Oesterreich sowie weiten Teilen Mitteleuropas verbreitet. Morphologisch vereint sie Merkmale ihrer Elternarten, wobei sie oft die Vitalitaet der Silberweide mit der Wuchsform der Bruchweide kombiniert. Die Pflanze geht eine AM-Mykorrhiza (eine Form der Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen) ein, was ihre Naehrstoffaufnahme verbessert.
3 Videos zu Hohe Weide



8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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