Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix rosmarinifolia
Auch bekannt als: Salix rosmarinifolia
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Die Rosmarin-Weide erkennst du sofort an ihren schmalen, fast nadelartigen Blättern mit der seidig-silbernen Unterseite, die stark an das Küchenkraut Rosmarin erinnern. Sie ist für den Naturgarten eine echte Kostbarkeit, da sie auf der Roten Liste steht und spezialisierten Insekten wie dem Kleinen Schillerfalter (Apatura metis) oder dem Trauermantel (Nymphalis antiopa) als Lebensgrundlage dient. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie eine gefährdete Ureinwohnerin unserer Moorlandschaften. Wenn du einen feuchten Fleck im Garten hast, kannst du mit ihr aktiv zum Erhalt einer bedrohten Pflanzenart beitragen und gleichzeitig seltene Schmetterlinge anlocken.
Rote-Liste-Schönheit: Hol dir die Rettungsinsel für seltene Schillerfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Weide eine überlebenswichtige Station für anspruchsvolle Schmetterlinge. Sie wird von Arten wie dem Großen Fuchs (Nymphalis polychloros), dem C-Falter (Polygonia c-album) und dem prächtigen Schillerfalter (Apatura iris) besucht. Auch die Körbchenspinne nutzt die feine Verästelung der Rosmarin-Weide häufig als Gerüst für ihren Netzbau. Da sie als Rote-Liste-Art (Kategorie 3) gilt, fungiert sie in deinem Garten als Arche für die regionale Biodiversität. Insekten finden hier nicht nur Nahrung, sondern durch den dichten Wuchs auch wertvolle Versteckmöglichkeiten vor Fressfeinden.
Die Rosmarin-Weide wird als nicht kindersicher eingestuft. Wie fast alle Weidengewächse enthält sie Salicin, was bei versehentlichem Verzehr zu Unverträglichkeiten führen kann. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Ziersträuchern besteht aufgrund der charakteristischen schmalen, silbrigen Blätter und des weidentypischen Austriebs jedoch kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.49 m
Die Rosmarin-Weide braucht einen vollsonnigen bis halbschattigen Standort, der niemals ganz austrocknet.
Ideal ist ein Platz am Teichrand oder in einer feuchten Senke, da sie mit nassen Füßen bestens zurechtkommt.
Der Boden sollte eher kalkarm und humos sein.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden offen ist.
Da sie sehr langsam wächst, ist ein Rückschnitt kaum erforderlich; bei Bedarf kannst du sie im Spätwinter leicht auslichten.
Sie vermehrt sich im Garten am einfachsten durch Steckhölzer, die du im Frühjahr direkt in die feuchte Erde steckst.
Eine Düngung ist nicht notwendig, da sie durch die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) – eine Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen – sehr effizient versorgt wird.
Gute Partnerin: Der Sumpf-Hornklee (Lotus pedunculatus) ist eine ideale Begleitpflanze, da beide feuchte Standorte lieben und gemeinsam eine abwechslungsreiche Struktur für Insekten bieten.
Die Rosmarin-Weide (Salix rosmarinifolia) gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) und zur Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). Als indigen (einheimisch) besiedelt sie in Mitteleuropa bevorzugt Niedermoore und wechselfeuchte Magerwiesen. Morphologisch zeichnet sie sich durch einen niedrigen, sparrigen Wuchs mit rotbraunen Trieben aus, wobei sie meist unter anderthalb Metern Höhe bleibt. Ein besonderes Merkmal ist die Symbiose mit Bodenpilzen, die man als Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) bezeichnet, welche die Pflanze bei der Nährstoffaufnahme unterstützt.
3 Videos zu Rosmarin-Weide



7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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