Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix purpurea subsp. purpurea
Du erkennst die Purpur-Weide sofort an ihren purpurroten bis gelblich-glänzenden Zweigen und den schmalen Blättern, die für Weiden ungewöhnlich fast genau gegenüberstehen. In deinem Naturgarten ist sie besonders wertvoll, da sie über die Ektomykorrhiza (eine lebensnotwendige Symbiose zwischen Pilzen und Wurzeln) die Bodenbiologie aktiv unterstützt. Sie ist eine robuste Pionierpflanze, die selbst schwierige, feuchte Stellen im Garten festigt und strukturiert. Wenn du eine Hanglage oder einen Teichrand hast, ist dieser Strauch eine ausgezeichnete Wahl für dich. Du machst damit alles richtig, wenn du ein heimisches Gehölz suchst, das Vitalität in den Garten bringt.
Farbige Zweige und stabiler Boden: Die robuste Pionierin für feuchte Plätze.
Die ökologische Stärke der Purpur-Weide liegt in ihrer Rolle als Bodenfestiger und Mykorrhiza-Partner. Durch die Ektomykorrhiza (EM), eine Symbiose mit Bodenpilzen, wird der Nährstoffkreislauf in deinem Garten gefördert und die Widerstandsfähigkeit des Bodens gestärkt. Als Pionierpflanze ist sie in der Lage, instabile oder feuchte Bodenbereiche schnell zu besiedeln und zu sichern. Ihre dichte Verzweigung bietet zudem wertvolle Rückzugsräume und Nistmöglichkeiten für die heimische Tierwelt. Da sie zu den standortheimischen Gehölzen gehört, ist sie perfekt in das regionale Ökosystem integriert und fördert die natürliche Diversität deines Gartens.
Die Purpur-Weide wird als nicht kindersicher eingestuft. Ihre Rinde enthält Salicin, einen Wirkstoff, der im Körper zu Salicylsäure umgewandelt wird, weshalb Kinder nicht an den Zweigen kauen sollten. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
2.89 m
Die Purpur-Weide bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. * Du solltest sie am besten auf feuchten, gerne kalkhaltigen Böden pflanzen, da sie an wassernahe Lebensräume angepasst ist. * Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden frostfrei und offen ist. * Da sie sehr schnittverträglich ist, kannst du sie im Spätwinter kräftig zurücksetzen, was die Bildung der farbenfrohen Jungtriebe fördert. * Die Vermehrung gelingt dir ganz einfach durch Steckhölzer, die du im Frühjahr direkt in die feuchte Erde steckst. * Achte darauf, dass die Erde in den ersten Wochen nach der Pflanzung nie ganz austrocknet. * Eine Düngung ist meist nicht nötig, da die Pflanze sehr genügsam ist. * Als gute Nachbarn eignen sich der Gewöhnliche Schneeball (Viburnum opulus) oder der Rote Hartriegel (Cornus sanguinea). * Diese Kombination ist ökologisch sinnvoll, da alle Arten ähnliche Ansprüche an die Bodenfeuchtigkeit haben und gemeinsam ein dichtes Schutzgehölz bilden.
Die Purpur-Weide (Salix purpurea subsp. purpurea) ist ein Mitglied der Familie der Weidengewächse (Salicaceae). Sie ist in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt dort bevorzugt die Uferbereiche von Fließgewässern sowie feuchte Auen. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihren buschigen, oft sparrigen Wuchs und die charakteristische Rindenfärbung aus. Ein wichtiges Merkmal zur Identifizierung ist die Blattstellung, die im Gegensatz zu den meisten anderen Weidenarten nicht wechselständig, sondern beinahe gegenständig ist.
3 Videos zu Purpur-Weide



•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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