Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix myrsinites
Auch bekannt als: Salix myrsinites
Artengruppe
8
Arten
interagieren
8
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Myrten-weide (Salix myrsinites) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren kleinen, glänzenden Blättern, die an Myrte erinnern, und dem niedrigen, oft kriechenden Wuchs ist sie eine botanische Besonderheit. In der Natur ist sie extrem selten geworden und steht auf der Roten Liste 1 (vom Aussterben bedroht). In deinem Garten bietet sie spezialisierten Insekten wie dem Großen Schillerfalter (Apatura iris) oder dem C-Falter (Polygonia c-album) eine lebenswichtige Grundlage. Wenn du einen feuchten, kühlen Platz im Garten hast, kannst du mit dieser Weide eine echte Rarität bewahren. Hol dir dieses Stück Alpenflora nach Hause und unterstütze aktiv den Artenschutz.
Botanische Rarität: Rette den bedrohten Schillerfalter in deinem Garten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Weide ein Magnet für seltene Edelfalter. Der Große Schillerfalter (Apatura iris) und der Östliche Schillerfalter (Apatura metis) nutzen sie ebenso wie der Große Fuchs (Nymphalis polychloros) und der Trauermantel (Nymphalis antiopa). Sogar das seltene Alpenwidderchen besucht die Blüten, um Energie zu tanken. Als Raupenfutterpflanze bietet sie dem C-Falter (Polygonia c-album) eine wichtige Grundlage. Da sie auf der Roten Liste 1 steht, ist jede Pflanzung im Siedlungsraum ein wertvoller Trittstein (vernetzend wirkendes Biotop) für den Erhalt dieser gefährdeten Art.
Die Myrten-weide ist nicht als kindersicher eingestuft. In der Rinde sind Salicylate (natürliche Wirkstoffe, aus denen später die Salicylsäure entwickelt wurde) enthalten, weshalb Kinder nicht an den Zweigen kauen sollten. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Sträuchern der alpinen Region.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Aug
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.26 m
Die Myrten-weide ist eine Charakterpflanze kühler, feuchter Lagen.
Standort: Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz, der niemals ganz austrocknet.
Boden: Ideal ist humusreiche Erde mit guter Wasserhaltekraft.
Pflanzzeit: Am besten setzt du sie von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen (frostfrei) ist.
Pflege: Da sie sehr langsam wächst, ist ein Rückschnitt kaum nötig. Achte besonders in trockenen Sommern auf zusätzliche Wassergaben.
Symbiose: Die Pflanze profitiert von einer Impfung mit Mykorrhiza-Pilzen beim Einsetzen.
Kombination: Eine gute Nachbarin ist die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – beide schätzen die Feuchtigkeit und schaffen gemeinsam ein wertvolles Kleinklima für Amphibien.
Die Myrten-weide gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) und ist in den Gebirgsregionen, vor allem in Österreich, heimisch. Sie wächst bevorzugt in subalpinen bis alpinen Lagen auf Urgestein oder in kalkreichen Mooren. Charakteristisch ist ihre Symbiose mit AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhizapilze, die den Wurzeln bei der Nährstoffaufnahme helfen). Als indigenes (einheimisches) Gewächs ist sie perfekt an unser Klima angepasst, benötigt aber spezifische Standortbedingungen, um ihre volle Pracht als Zwergstrauch zu entfalten.
3 Videos zu Myrten-weide (Artengruppe)



7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →