Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix gmelinii
Auch bekannt als: Filzästige Weide, Salix dasyclados, Filzast-Weide
13
Arten
interagieren
13
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt die Reif-Weide (Salix gmelinii) durch ihre weißlich-bereiften, oft bläulich schimmernden Zweige auf, die ihr eine fast magische Winteroptik verleihen. In deinem Naturgarten spielt sie eine tragende Rolle als einer der ersten Energielieferanten im Vorfrühling. Besonders prachtvolle Schmetterlinge wie der Trauermantel (Nymphalis antiopa) oder der Große Fuchs (Nymphalis polychloros) sind im April auf die früh erscheinenden Kätzchen angewiesen. Wenn du feuchte Stellen im Garten hast und bedrohten Faltern aktiv helfen möchtest, ist dieser Strauch die ideale Wahl. Du wirst staunen, wie viel Leben schon bei den ersten Sonnenstrahlen in die Krone einkehrt.
Edle Winteroptik und erste Hilfe für den Trauermantel im April.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Reif-Weide im April eine Lebensversicherung für zahlreiche Insekten. Sie lockt gezielt Edelfalter wie den Schillerfalter (Apatura iris), den C-Falter (Polygonia c-album) und den Östlichen Großen Fuchs (Nymphalis xanthomelas) an. Neben Schmetterlingen profitieren auch Nützlinge wie der Siebenpunkt-Marienkäfer und räuberische Arten wie die Körbchenspinne von der Struktur des Strauches. Für Nachtfalter wie die Zackeneule (Scoliopteryx libatrix Linnaeus, 1758) sowie für die Raupen des Palpen-Zahnspinners und des Zickzack-Zahnspinners ist sie eine unverzichtbare Futterquelle. Damit förderst du nicht nur einzelne Arten, sondern ein ganzes ökologisches Netzwerk.
Bitte achte darauf, dass die Reif-Weide als nicht kindersicher eingestuft wird. Die Pflanze enthält, wie für Weiden typisch, Bitterstoffe und Salicylate in der Rinde, was bei Verzehr zu Unwohlsein führen kann. Sollten Kinder Pflanzenteile verschluckt haben, wende dich bitte an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Apr
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
4.46 m
Wähle für die Reif-Weide einen sonnigen bis halbschattigen Platz, idealerweise an einem Teichrand oder einer feuchten Senke.
Der Boden sollte tiefgründig und nährstoffreich sein; schwere Lehmböden werden sehr gut vertragen.
Die beste Pflanzzeit ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Da die Pflanze eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM, eine Form der Lebensgemeinschaft zwischen Pilzwurzeln und Bodenpilzen) eingeht, ist zusätzliche Düngung in gesundem Gartenboden nicht nötig.
Halte den Boden insbesondere in den ersten zwei Jahren nach der Pflanzung gleichmäßig feucht.
Ein Rückschnitt ist bei Bedarf möglich, sollte aber direkt nach der Blüte im Mai erfolgen.
Die Vermehrung klappt unkompliziert über Steckhölzer, die du im Spätwinter in die feuchte Erde steckst.
Gute Partnerin: Die Purpur-Weide (Salix purpurea) – beide lieben feuchte Standorte und ergänzen sich hervorragend in einem naturnahen Weidengebüsch.
Die Reif-Weide (Salix gmelinii) gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) und ist eng mit der bekannteren Salix daphnoides verwandt. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Mitteleuropa bis nach Osteuropa, wo sie bevorzugt an Flussufern und in Auwäldern wächst. Ein botanisches Alleinstellungsmerkmal ist die Wachsschicht auf den jungen Trieben, die als Verdunstungsschutz dient. Als zweihäusige Pflanze (männliche und weibliche Blüten auf getrennten Individuen) ist sie für die Bestäubungsökologie unserer Auenlandschaften unverzichtbar.
3 Videos zu Reif-Weide



9 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →