Bild folgtKI-generierte IllustrationSalix caprea subsp. caprea
Auch bekannt als: Salix caprea subsp. caprea
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Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
An ihren silbrig glänzenden, weichen Kätzchen, die noch vor den Blättern erscheinen, lässt sich die Sal-Weide (Salix caprea subsp. caprea) sofort erkennen. Sie ist eine der wichtigsten heimischen Frühjahrsblüherinnen, da sie Pollen und Nektar liefert, wenn kaum etwas anderes blüht. Besonders Schmetterlinge wie der Große Fuchs (Nymphalis polychloros) oder der Trauermantel (Nymphalis antiopa) steuern sie nach dem Erwachen aus der Winterstarre gezielt an. Mit diesem Baum holst du dir eine echte Lebensader für die frühe Insektenwelt in den Garten. Du wirst staunen, wie viel Leben schon im März in der Baumkrone herrscht.
Erste Hilfe nach dem Winter: Die unverzichtbare Tankstelle für Schillerfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Sal-Weide eine unverzichtbare Schlüsselart für das Überleben heimischer Insekten im Vorfrühling. Sie bietet lebenswichtige Energie für den Großen Schillerfalter (Apatura iris) und den C-Falter (Polygonia c-album). Auch der seltene Trauermantel (Nymphalis antiopa) und der Große Fuchs (Nymphalis polychloros) nutzen die Weide als erste Nahrungsquelle nach ihrer Winterruhe. Weitere Gäste an den Kätzchen sind der Östliche Schillerfalter (Apatura metis) und der Östliche Große Fuchs (Nymphalis xanthomelas). Sogar die Raupen von Arten wie Boloria chariclea finden hier ihre Lebensgrundlage. Da die Art zweihäusig ist, liefern nur die männlichen Pflanzen den proteinreichen gelben Pollen.
Die Sal-Weide wird in Datenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt unter anderem an den Inhaltsstoffen der Rinde, wie dem Salicin, die bei Verzehr gesundheitliche Beschwerden verursachen können. Achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Gehölzen besteht bei genauer Betrachtung der typischen Weidenkätzchen jedoch kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
6.16 m
Die Sal-Weide ist anspruchslos und gedeiht an sonnigen bis halbschattigen Plätzen hervorragend.
Ideal ist eine frische bis mäßig trockene Erde, was einem Ellenberg-Feuchtewert von etwa 4 bis 5 entspricht.
Das bedeutet, der Boden sollte im Garten weder dauerhaft unter Wasser stehen noch extrem austrocknen.
Setze junge Bäume am besten von März bis Mai oder zwischen September und November in die Erde.
Achte darauf, dass der Boden zum Pflanzzeitpunkt offen und nicht gefroren ist.
Da diese Weide eine arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Lebensgemeinschaft zwischen Pilz und Pflanzenwurzel) eingeht, verbessert sie über die Jahre die Bodenstruktur.
Ein starker Rückschnitt wird gut vertragen, sollte aber immer direkt nach der Blüte erfolgen.
So hat der Strauch genug Zeit, neue Triebe für die Kätzchen des nächsten Jahres zu bilden.
In den ersten Standjahren hilft regelmäßiges Gießen bei Trockenheit beim Anwachsen.
Als Düngung reicht eine Gabe von reifem Kompost im Frühjahr völlig aus.
Gute Partnerin: Die Schlehe (Prunus spinosa).
Beide teilen ähnliche Standortansprüche und bilden zusammen ein wertvolles Schutzgehölz für Vögel.
Die Sal-Weide gehört zur Familie der Weidengewächse (Salicaceae) und ist in ganz Mitteleuropa indigen (einheimisch). Als Pionierbaumart besetzt sie bevorzugt Waldränder, Lichtungen und Schuttflächen der Region. Im Gegensatz zu vielen Verwandten wächst sie oft einstämmig als kleiner Baum oder großer Strauch und meidet staunasse Standorte. Die Blätter sind breit-elliptisch und auf der Unterseite auffällig grau-filzig behaart, was den Baum auch ohne Blüten im Sommer gut bestimmbar macht.
3 Videos zu Sal-Weide



7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →