Bild folgtKI-generierte IllustrationSagina nodosa subsp. nodosa
Auch bekannt als: Sagina nodosa subsp. nodosa
An den winzigen, weißen Blüten und den charakteristischen, knotigen Verdickungen in den Blattachseln lässt sich das Knotige Mastkraut sofort erkennen. Diese zierliche Pflanze ist ein hochspezialisierter Bewohner feuchter Sandflächen und in unserer Region bereits stark gefährdet (Rote Liste 2). Da sie als indigen (einheimisch) gilt, ist ihre Ansiedlung im Garten ein echter Beitrag zum Erhalt unserer ursprünglichen Flora. Sie geht im Boden eine Verbindung mit nützlichen Pilzen ein, was wir als arbuskuläre Mykorrhiza (Nährstoffaustausch zwischen Wurzel und Pilz) bezeichnen. Wenn du eine feuchte, offene Stelle im Garten hast, kannst du diesem seltenen Schatz ein sicheres Zuhause geben.
Ein seltener Schatz für feuchte Sandstellen: Schütze die Rote Liste 2.
Als einheimische Pflanze mit dem Status Rote Liste 2 (stark gefährdet) hat das Knotige Mastkraut eine enorme Bedeutung für die regionale Biodiversität. Es fungiert als spezialisierter Lückenfüller auf feuchten Pionierstandorten (neu entstandene, noch unbesiedelte Flächen). Durch die arbuskuläre Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilz und Wurzel) unterstützt es ein gesundes Bodenleben und ein komplexes mikrobielles Netzwerk. Da die Art in der freien Natur kaum noch geeignete Flächen findet, dient dein Garten als wertvolle Genbank für den Fortbestand dieser Pflanze. Jedes etablierte Polster hilft dabei, eine drohende Ausrottung in der Region zu verhindern.
Die Pflanze ist laut vorliegenden Daten nicht als kindersicher eingestuft, weshalb sie nicht in unmittelbarer Nähe von Spielbereichen stehen sollte. Es besteht eine leichte Verwechslungsgefahr mit dem Niederliegenden Mastkraut (Sagina procumbens). Dieses bildet jedoch keine knotigen Verdickungen an den Stängeln aus, was ein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal darstellt.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.07 m
Suche dir einen vollsonnigen Standort in deinem Garten aus.
Der Boden muss dauerhaft feucht bis nass sein (Feuchtezahl 8), ähnlich wie an einem Teichrand oder in einer Sumpfzone.
Verwende ein mageres, sandiges Substrat, da die Pflanze kaum Stickstoff benötigt (Stickstoffzahl 2).
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November.
Halte den Boden um die Pflanze herum offen und entferne aufkommende Moos- oder Grasmatten.
Auf Düngemittel solltest du komplett verzichten, da die Art an nährstoffarme Verhältnisse angepasst ist.
Die Vermehrung kannst du über die kleinen Brutknospen in den Blattachseln oder durch Selbstaussaat fördern.
Im Winter benötigt das grüne Polster keinen Schutz und keinen Rückschnitt.
Eine hervorragende Begleitpflanze ist das Schmalblättrige Wollgras (Eriophorum angustifolium).
Beide Arten teilen sich die Vorliebe für nasse, saure und nährstoffarme Standorte.
Gemeinsam bilden sie eine stimmige Lebensgemeinschaft, die einem natürlichen Moorstandort nachempfunden ist.
Das Knotige Mastkraut (Sagina nodosa subsp. nodosa) gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) innerhalb der Ordnung der Nelkenartigen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist es heimisch, besiedelt aber nur sehr spezifische Lebensräume wie Moore, nasse Sandheiden oder schlammige Ufer. Morphologisch fällt die ausdauernde Pflanze durch ihre lockeren, rasigen Polster und die namensgebenden Brutknospen an den Stängeln auf. Da ihre natürlichen Standorte schwinden, wird sie offiziell als stark gefährdet (Rote Liste 2) eingestuft.
1 Video zu Knotiges Mastkraut

•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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