Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus saxatilis
5
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
5
Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist die Steinbeere (Rubus saxatilis) durch ihre langen, peitschenartigen Ausläufer und die scharlachroten Früchte, die aus nur wenigen, glänzenden Steinkern-Teilfrüchten bestehen. In deinem Garten schließt sie als heimischer Bodendecker wertvolle Lücken im Halbschatten und unterstützt bedrohte Insektenarten. Besonders der Mädesüß-Perlmutterfalter (Brenthis ino) und der Kleine Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus malvae) profitieren von ihrem Nektarangebot. Da sie auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, holst du dir mit ihr ein echtes Stück schützenswerte Natur direkt ans Haus. Du wirst sehen, dass diese dezente Pflanze weit mehr ist als nur ein Bodendecker – sie ist ein kleiner Überlebenskünstler für kühle Gartenbereiche.
Seltene Wildbeere und wichtiger Nektarspender für bedrohte Falterarten.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Die Steinbeere ist eine wichtige Nektarquelle für spezialisierte Schmetterlingsarten. Nach aktuellen Beobachtungsdaten wird sie regelmäßig vom Mädesüß-Perlmutterfalter (Brenthis ino) und dem Kleinen Würfel-Dickkopffalter (Pyrgus malvae) besucht. Auch für Nachtfalter wie den Schlehenspanner (Angerona prunaria) stellt sie eine Nahrungsressource dar. Die leuchtend roten Früchte dienen im Spätsommer Vögeln als Nahrung, die im Gegenzug für die Verbreitung der Samen sorgen. Durch ihren kriechenden Wuchs bietet sie zudem Kleinsäugern und Laufkäfern wertvolle Deckung am Boden.
Die Steinbeere ist ungiftig, wird jedoch in Datenbanken als nicht kindersicher geführt. Dies liegt vermutlich an den großen, harten Kernen der Früchte, die beim Verschlucken unangenehm sein können. Eine Verwechslung mit giftigen Beeren ist bei genauer Betrachtung der typischen Rubus-Blätter und der glänzenden Teilfrüchte nahezu ausgeschlossen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Halbstrauch
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.2 m
Wähle für die Steinbeere einen Platz im Halbschatten, idealerweise am Gehölzrand.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und als Mittelzehrer (Pflanze mit normalem Nährstoffbedarf) in gewöhnlichem Gartenboden stehen.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Die Pflanze geht eine VAR-Mykorrhiza (eine Form der Lebensgemeinschaft zwischen Wurzeln und Pilzen) ein, weshalb du auf chemische Dünger verzichten solltest.
Da sie Ausläufer bildet, braucht sie etwas Platz, um sich am Boden auszubreiten.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die oberirdischen Teile im Winter meist einziehen.
Die Vermehrung gelingt am einfachsten durch das Abtrennen bewurzelter Ausläufer.
Gute Partnerin: Die Echte Nelkenwurz (Geum urbanum) – beide Arten teilen sich den Lebensraum am Gehölzrand und fördern gemeinsam die Bodenstruktur im Halbschatten.
Die Steinbeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) innerhalb der Ordnung der Rosenartigen (Rosales). Sie ist als Indigen (einheimische Art) in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet und besiedelt dort vorrangig lichte Wälder und steinige Hänge. Morphologisch unterscheidet sie sich von der Brombeere durch ihren krautigen Wuchs und die dreizähligen Blätter, die eher an Erdbeeren erinnern. Ihr Name leitet sich von den harten Kernen in den Früchten und ihrem bevorzugten Vorkommen auf steinigen Untergründen ab.
5 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →