Bild folgtKI-generierte IllustrationRubus laciniatus
Auch bekannt als: Rubus laciniatus
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Schlitzblättrige Brombeere (Rubus laciniatus) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Ihre tief eingeschnittenen, fast farnartigen Blätter verleihen ihr ein filigranes Aussehen, das sie deutlich von der gewöhnlichen Brombeere unterscheidet. In deinem Naturgarten ist sie weit mehr als nur ein Beerenstrauch, denn sie dient als lebenswichtige Futterpflanze für spezialisierte Schmetterlinge wie den Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder den Polar-Perlmuttfalter (Boloria polaris). Durch ihre lange Blütezeit bis in den Oktober bietet sie wertvolle Nahrung, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind. Wenn du eine robuste Pflanze suchst, die gleichzeitig als Sichtschutz und ökologische Tankstelle fungiert, machst du mit ihr alles richtig.
Filigranes Blattwerk und eine Schmetterlingstankstelle von Mai bis Oktober.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art eine wichtige Ressource für zahlreiche Schmetterlinge. Besonders die Würfel-Dickkopffalter sind mit Arten wie dem Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius), Spialia rosae und Spialia orbifer vertreten. Auch seltenere Falter wie der Polar-Perlmuttfalter (Boloria polaris), der Hochmoor-Perlmuttfalter (Boloria frigga) und Boloria freija nutzen die Pflanze als Energiequelle. Neben Fluginsekten findet man auf ihr den Braunrückenkanker, eine heimische Weberknechtart. Da die Blüte bis in den Oktober reicht, dient sie als späte Nektarquelle, während die Beeren im Spätherbst und Winter eine wichtige Nahrungsgrundlage für die heimische Vogelwelt darstellen.
Die Schlitzblättrige Brombeere ist als nicht kindersicher eingestuft. Grund dafür sind die kräftigen Stacheln an den Ruten, die bei unvorsichtiger Berührung zu Schnitt- und Stichverletzungen führen können. Giftige Bestandteile sind nicht bekannt, die Früchte sind für den Menschen genießbar.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Okt
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.94 m
Wähle einen sonnigen Standort, damit die Früchte gut ausreifen können.
Der Boden sollte „frisch“ sein, was bedeutet, dass er eine gleichmäßige, mäßige Feuchtigkeit aufweist und nicht austrocknet.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) benötigt sie keine starken Düngergaben, normaler Gartenboden reicht völlig aus.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November.
Da die Pflanze lange Ruten bildet, solltest du ihr ein stabiles Spalier oder einen Zaun als Kletterhilfe anbieten.
Ein regelmäßiger Rückschnitt der abgetragenen Ruten im Spätherbst fördert die Vitalität im nächsten Jahr.
Die Vermehrung ist unkompliziert über Absenker möglich, indem ein Trieb mit Erdkontakt neue Wurzeln bildet.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) – beide teilen die Vorliebe für sonnige Standorte und die Schafgarbe ergänzt das Nahrungsangebot für Schwebfliegen am Fuß der Brombeere.
Die Schlitzblättrige Brombeere (Rubus laciniatus) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Gattung Rubus. Sie wird als Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) eingestuft, ist aber mittlerweile in Deutschland, Österreich und der Schweiz fest etabliert. Ein besonderes Merkmal ist ihre arbuskuläre Mykorrhiza (eine Form der Symbiose zwischen Pflanzenwurzeln und Pilzen), die ihr bei der Nährstoffaufnahme hilft. Sie besiedelt bevorzugt sonnige Standorte mit mäßig feuchten Böden und zeichnet sich durch ihre charakteristischen, tief geschlitzten Blattränder aus.
3 Videos zu Schlitzblättrige Brombeere



12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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