Bild folgtKI-generierte IllustrationRubia tinctorum
Auch bekannt als: Echte Färberröte, Färberröte, Färberkrapp, Färber-Krapp, Krapplack
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Arten
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Interaktionen
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Wirtsbeziehungen
Arten
Unverwechselbar ist die Färberröte (Rubia tinctorum) durch ihre quirlständigen Blätter – das sind Blätter, die wie Radspeichen in Ringen um den vierkantigen Stängel angeordnet sind – und ihre rauen Widerhaken. Für deinen Naturgarten ist sie eine wertvolle Bereicherung, da sie nach aktuellen Daten als wichtige Raupenfutterpflanze für das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) dient. Dieser Falter ist für seine kolibriartige Flugweise bekannt und findet an der Pflanze ideale Bedingungen für seinen Nachwuchs. Wenn du eine historische Nutzpflanze suchst, die ökologischen Wert mit Tradition verbindet, solltest du ihr einen Platz an der Sonne geben.
Die Kinderstube für das Taubenschwänzchen: Historisch nützlich und wertvoll.
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Die ökologische Bedeutung der Färberröte konzentriert sich stark auf die Unterstützung spezialisierter Insektenarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie eine essenzielle Nahrungsgrundlage für das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum), dessen Raupen auf die Blätter der Rötegewächse angewiesen sind. Mit ihrer Blütezeit im Juni stellt sie in dieser Phase ein gezieltes Nektarangebot bereit. Da die Pflanze in Österreich heimisch ist, fügt sie sich perfekt in die regionalen Nahrungsketten ein. Durch das Stehenlassen der Triebe im Winter bietest du zudem Rückzugsorte für überwinternde Kleinstlebewesen.
Die Färberröte wird als nicht kindersicher eingestuft. Besonders die Wurzeln enthalten Farbstoffe und Substanzen, die nicht verzehrt werden sollten. Zudem können die feinen Widerhaken an Stängeln und Blättern bei Berührung mit empfindlicher Haut leichte Reizungen verursachen, weshalb beim Rückschnitt Handschuhe ratsam sind.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.9 m
Wähle für die Färberröte einen vollsonnigen und warmen Standort in deinem Garten.
Der Boden sollte tiefgründig und nährstoffreich sein, damit sich das rote Wurzelwerk gut ausbreiten kann.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Da die Pflanze kletternde Triebe bildet, kannst du ihr eine Rankhilfe oder einen Platz an einem Zaun anbieten.
Achte auf ausreichend Platz, da sie mit den Jahren kräftiger wird.
Eine Vermehrung ist durch die Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr unkompliziert möglich.
Im Winter solltest du die abgestorbenen Triebe als natürlichen Winterschutz für den Boden stehen lassen.
Der Rückschnitt erfolgt erst kurz vor dem Neuaustrieb im nächsten Frühjahr.
Gute Partnerin: Das Echte Labkraut (Galium verum) – beide Arten teilen die Vorliebe für sonnige Standorte und ergänzen sich hervorragend in einem naturnahen Beet für spezialisierte Insekten.
Die Färberröte gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae) in der Ordnung der Enzianartigen (Gentianales). In Mitteleuropa ist sie vor allem in Österreich heimisch, wo sie oft als Kulturüberbleibsel an warmen Standorten vorkommt. Sie ist eine ausdauernde, krautige Pflanze mit einem charakteristischen, rötlichen Rhizom (unterirdischer Spross), das früher zum Färben genutzt wurde. Ihre Stängel klettern oder liegen nieder und erreichen oft beachtliche Längen, wobei sie sich mit kleinen Borsten an der Umgebung festhalten.
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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