Bild folgtKI-generierte IllustrationRosa villosa
Auch bekannt als: Apfelrose, Apfel-Rose
Artengruppe
1
Arten
interagieren
1
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Apfel-Rose sofort an ihren weich behaarten Blättern, die beim Verreiben intensiv nach frischem Apfel duften, und ihren kräftig rosafarbenen, einfachen Blüten. Sie ist ein unverzichtbarer Baustein für den Naturgarten, da sie spezialisierten Arten wie der Rosengallwespe (Diplolepis rosae) einen Lebensraum bietet. Da sie auf der Vorwarnliste der bedrohten Arten steht, leistest du mit ihrer Pflanzung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Wenn du einen sonnigen Platz mit magerem Boden hast, ist diese robuste Wildrose genau die richtige Wahl für dich.
Duftendes Naturerbe: Die Apfel-Rose schützt die seltene Rosengallwespe.
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Die Apfel-Rose ist eine wertvolle Futterpflanze für Pollensammler und spezialisierte Insekten. Besonders auffällig ist die Wechselbeziehung zur Rosengallwespe (Diplolepis rosae), die an den Zweigen die charakteristischen, moosartigen Wucherungen, sogenannte 'Schlafäpfel', verursacht. Im Winter werden die Hagebutten zu einer wichtigen Energiequelle für heimische Vögel, die die fleischigen Früchte als Fettreserve nutzen. Durch ihre Einstufung auf der Vorwarnliste (Rote Liste V) ist sie im Garten ein aktiver Beitrag zur Erhaltung der regionalen Biodiversität. Die Verbindung mit Bodenpilzen stärkt zudem die biologische Aktivität in deinem Gartenboden.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.99 m
Die Apfel-Rose ist sehr genügsam und braucht nur wenig Aufmerksamkeit. Hier sind die wichtigsten Punkte für die Praxis:
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz.
Boden: Sie ist ein Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) und braucht mageren, eher trockenen Boden. Zu nährstoffreiche Erde führt zu weichem Holz.
Pflanzzeit: Setze die Rose von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Pflege: Ein Rückschnitt ist selten nötig. Da sie am zweijährigen Holz blüht, solltest du nur bei Bedarf alte Triebe bodennah entfernen.
Wässerung: Nur in extrem trockenen Sommern ist zusätzliches Gießen erforderlich.
Kombinationsempfehlung: Gute Nachbarn sind die Färber-Hundskamille (Anthemis tinctoria) oder der Echte Thymian (Thymus vulgaris). Diese Arten teilen den Anspruch an trockene, magere Standorte und ergänzen die Rose ökologisch optimal.
Die Apfel-Rose (Rosa villosa) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns vorkam) besiedelt sie bevorzugt trockene Gebüsche und Waldränder. Auffällig sind ihre kugeligen, oft drüsig behaarten Hagebutten und die blaugrüne Bereifung der Blätter. Sie geht eine Symbiose mit VAR-Mykorrhiza (Vesikulär-Arbuskuläre Mykorrhiza, ein nützlicher Bodenpilz) ein, die sie widerstandsfähig gegen Trockenheit macht.
2 Videos zu Apfel-Rose (Artengruppe)


•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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