
Rosa glauca
Auch bekannt als: Hecht-Rose, Hechtrose, Rotblatt-Rose
2
Arten
interagieren
2
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Mit ihren bereiften, bläulich-violetten Blättern fällt die Rotblättrige (Rosa glauca) sofort auf. Da sie auf der Roten Liste steht und somit als gefährdet gilt, ist sie eine ökologisch wertvolle Besonderheit für deinen Garten. Sie dient als wichtige Futterpflanze für spezialisierte Arten wie die Weißgegürtelte Rosenblattwespe (Allantus cinctus) und den Mondvogel (Phalera bucephala). Im Winter bieten ihre Hagebutten eine wertvolle Energiequelle für die heimische Vogelwelt. Wenn du eine robuste Wildrose suchst, die gleichzeitig aktiv zum Artenschutz beiträgt, ist dieser Strauch die richtige Wahl für dich.
Blaues Laub und rote Früchte: Die gefährdete Wildrose für Schmetterlingsraupen.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Diese Wildrose ist ein Magnet für spezialisierte Insektenarten. Nach aktuellen Daten profitieren besonders die Larven der Weißgegürtelten Rosenblattwespe (Allantus cinctus) sowie die Raupen des Mondvogels (Phalera bucephala) von den Blättern als Nahrungsquelle. Die einfachen, ungefüllten Blüten stellen Pollen für Wildbienen bereit, die bei Zuchtrosen oft leer ausgehen. Im Herbst und Winter verwandeln sich die Blüten in Hagebutten, die als wichtiges Winterfutter für Vögel dienen. Durch ihre Einstufung in der Roten Liste (Kategorie 3) leistet jeder Strauch im Garten einen Beitrag zum Erhalt der regionalen Biodiversität.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
2.03 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Boden: Die Rose ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) und bevorzugt frische, also mäßig feuchte, normale Gartenerde.
Pflanzzeit: Setze den Strauch idealerweise von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nur selten erforderlich; bei Bedarf kannst du alle paar Jahre altes Holz bodennah entfernen.
Symbiose: Die Pflanze geht eine VAR-Mykorrhiza (eine Partnerschaft zwischen Wurzeln und nützlichen Pilzen) ein, was ihre Nährstoffaufnahme verbessert.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist der Gewöhnliche Dost (Origanum vulgare). Beide teilen sich gerne sonnige Standorte und ergänzen sich hervorragend: Während die Rose im Frühsommer blüht, übernimmt der Dost die Insektenversorgung im Hochsommer.
Die Rotblättrige Rose gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz. In der Natur besiedelt sie bevorzugt Gebüsche und Waldränder in bergigen Lagen. Charakteristisch ist ihr aufrechter, bogig überhängender Wuchs und die auffällige Wachsschicht auf den Blättern, die als Verdunstungsschutz dient. Als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits heimisch war) ist sie perfekt an unser Klima angepasst.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_457801345
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →