Bild folgtKI-generierte IllustrationRosa agrestis
Auch bekannt als: Rosa agrestis
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Acker-Rose an ihrem lockeren, strauchartigen Wuchs und den weißen bis zartrosa Blüten, die durch ihre fünfblättrige Schalenform bestechen. In deinem Naturgarten ist sie eine wertvolle Bereicherung, da sie gefährdeten Schmetterlingen wie dem Rotbraunen Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder dem Kleinen Würfel-Dickkopffalter (Spialia orbifer) eine Lebensgrundlage bietet. Als Art der Roten Liste 3 (gefährdet) leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Wenn du eine sonnige, eher trockene Ecke mit magerem Boden hast, wird sie dort prächtig gedeihen und Wildnisflair versprühen.
Seltene Schönheit der Roten Liste: Ein Paradies für spezialisierte Falter
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Diese Rose ist eine Schlüsselpflanze für spezialisierte Falterarten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Schmetterlinge wie der Spiegelfleck-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) sowie die Perlmuttfalter Boloria polaris und Boloria frigga von ihr. Auch die Rosengallwespe (Diplolepis rosae) nutzt die Pflanze, um ihre charakteristischen, haarigen Gallen zu bilden. Im Winter dienen die Hagebutten als wichtige Energiereserve für heimische Vögel. Durch ihre Einstufung in der Roten Liste 3 ist sie ökologisch weitaus bedeutender als herkömmliche Zuchtrosen.
Die Acker-Rose ist aufgrund ihrer kräftigen Stacheln nicht als kindersicher eingestuft, da Verletzungsgefahr besteht. Eine Verwechslung mit giftigen Pflanzen ist nahezu ausgeschlossen, da die Kombination aus Blattform und Hagebutten für Rosen eindeutig ist. Die Pflanze selbst enthält keine Giftstoffe.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.44 m
Die Acker-Rose ist eine ideale Bewohnerin für sonnige Plätze im Garten. Sie bevorzugt trockene Standorte und gilt als Schwachzehrer (Pflanze, die mit sehr wenigen Nährstoffen auskommt), weshalb ein magerer Boden ohne zusätzliche Düngung perfekt ist. Die beste Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Achte beim Einpflanzen darauf, den Wurzelballen nicht zu tief zu setzen.
Ein Rückschnitt ist nur alle paar Jahre nötig, um altes Holz zu entfernen.
Da sie arbuskuläre Mykorrhiza (Pilzsymbiose) nutzt, solltest du auf chemische Bodenverbesserer verzichten.
Wegen ihrer Stacheln gilt sie als nicht kindersicher; plane den Standort daher abseits von Spielflächen.
Gute Partnerin: Die Wirbeldost (Clinopodium vulgare) – beide Arten teilen die Vorliebe für trockene, lichte Standorte und ergänzen sich hervorragend in der ökologischen Funktion für Insekten.
Die Acker-Rose (Rosa agrestis) gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Sie besiedelt bevorzugt trocken-warme Standorte und Gebüsche, was sie als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigene Art kennzeichnet. Ein besonderes Merkmal ist ihre Lebensgemeinschaft mit der arbuskulären Mykorrhiza (einem Bodenpilz, der die Nährstoffaufnahme verbessert). Ihre Wuchsform ist meist sparrig verzweigt, mit kräftigen Stacheln an den Trieben.
3 Videos zu Acker-Rose



13 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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