Bild folgtKI-generierte IllustrationRibes rubrum
Auch bekannt als: Champagner-Johannisbeere, Weiße Johannisbeere, Rote Johannisbeere, Gelbe Johannisbeere
Artengruppe
7
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
7
Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Rote Johannisbeere sofort an ihren drei- bis fünflappigen Blättern und den hängenden Trauben aus kleinen, grünlich-gelben Blüten. Sie ist weit mehr als nur ein Beerenstrauch für die Küche, denn sie dient als unverzichtbare Kinderstube für spezialisierte Falter. Unter anderem finden hier die Raupen des C-Falters (Polygonia c-album) und des Stachelbeerspanners (Abraxas grossulariata) ihre Nahrung. Wenn du einen halbschattigen Platz mit normalem Boden hast, holst du dir mit ihr ein Stück lebendige Naturgeschichte in den Garten. Du wirst staunen, wie viel Leben an einem einzigen Strauch entstehen kann.
Unverzichtbare Kinderstube für den C-Falter und vitaminreiche Ernte für dich.
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Dieser Strauch ist eine hochkarätige Raupenfutterpflanze. Nach aktuellen Daten ist er lebensnotwendig für die Larven des Stachelbeerspanners (Abraxas grossulariata) und des C-Falters (Polygonia c-album). Auch spezialisierte Nachtfalter wie die Johannisbeereule (Eulithis mellinata) und der Möndchenflecken-Bindenspanner sind auf das Laub angewiesen. Da die Früchte bei Vögeln äußerst beliebt sind, dient die Pflanze im Sommer als natürliche Futterstation. In einem Garten, der biologische Vielfalt fördern will, darf diese Art aufgrund ihrer Bedeutung für sieben verschiedene Falterarten nicht fehlen.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Apr – Mai
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.3 m
Die Rote Johannisbeere ist unkompliziert, wenn du ein paar Grundlagen beachtest:
Standort: Sie bevorzugt Schatten bis Halbschatten, kommt aber bei ausreichend Wasser auch mit mehr Licht zurecht.
Boden: Ideal ist ein frischer (mäßig feuchter) und normaler Gartenboden. Als Mittelzehrer (Pflanzen mit mäßigem Nährstoffbedarf) benötigt sie keine exzessive Düngung; etwas Kompost im Frühjahr genügt.
Pflanzzeit: Setze den Strauch am besten von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden frostfrei ist.
Pflege: Schneide regelmäßig altes, dunkles Holz bodennah weg, um den Neuaustrieb zu fördern. Das hält den Strauch vital.
Kombinationsempfehlung: Ein guter Partner ist das Gefleckte Lungenkraut (Pulmonaria officinalis). Beide teilen die Vorliebe für frische, halbschattige Standorte. Während das Lungenkraut im zeitigen Frühjahr Nektar für Hummeln liefert, übernimmt die Johannisbeere später die Versorgung der Schmetterlingsraupen.
Die Rote Johannisbeere (Ribes rubrum) gehört zur Familie der Stachelbeergewächse (Grossulariaceae). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie als Indigen (einheimische Art) oder Archäophyt (eine vor 1492 eingeführte Nutzpflanze) fest in der Landschaft verankert. Ihr natürlicher Lebensraum sind Auwälder und feuchte Gebüsche. Botanisch auffällig ist der dornenlose Wuchs im Gegensatz zur nahe verwandten Stachelbeere.
7 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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