Bild folgtKI-generierte IllustrationRhododendron ponticum
Auch bekannt als: Pontische Alpenrose, Rhododendron ponticum
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Arten
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Wirtsbeziehungen
Arten
An ihren großflächigen, ledrigen Blättern und den prachtvollen, glockenförmigen Blüten in kräftigen Violetttönen lässt sich die Pontische Alpenrose (Rhododendron ponticum) sofort erkennen. In deinem Naturgarten übernimmt dieser immergrüne Strauch eine wichtige Funktion als Kinderstube für spezialisierte Nachtfalter. So finden etwa die Raupen der Erlen-Rindeneule (Acronicta alni) oder der Svenssons Pyramideneule (Amphipyra berbera svenssoni) hier ihre lebensnotwendige Nahrung. Durch ihren dichten Wuchs bietet sie zudem wertvollen Rückzugsraum für Kleintiere. Wenn du einen feuchten, eher schattigen Gartenbereich hast, kannst du mit dieser Art gezielt die lokale Falterwelt unterstützen.
Wichtige Kinderstube für 4 Falterarten und prachtvoller Winterblick.
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Dieser Strauch dient als bedeutende Raupenfutterpflanze für verschiedene Falterarten. Nach aktuellen Daten profitieren die Erlen-Rindeneule (Acronicta alni) und die Bogenlinien-Spannereule direkt von den Blättern als Nahrungsgrundlage. Auch die Raupen der Svenssons Pyramideneule (Amphipyra berbera svenssoni) sowie des Frostspanners (Epirrita dilutata) sind auf dieses Gehölz angewiesen. Der dichte, immergrüne Wuchs bietet Vögeln ganzjährig geschützte Nistplätze und Verstecke vor Fressfeinden. In den Wintermonaten dienen die festen Blätter und Zweige zudem als stabiler Lebensraum für verschiedene überwinternde Insektenarten.
Die Pontische Alpenrose (Rhododendron ponticum) ist in allen Pflanzenteilen giftig und daher nicht kindersicher. Vor allem der Verzehr von Blättern oder Blüten kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Da keine Verwechslungsgefahr mit essbaren Wildpflanzen besteht, ist sie im Garten bei entsprechender Vorsicht gut handhabbar.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Feb – Sep
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
3.49 m
Wähle für die Pflanzung einen Standort im Halbschatten oder lichten Schatten, da die Pflanze empfindlich auf pralle Mittagssonne reagiert.
Der Boden muss unbedingt kalkfrei und humos (reich an zersetztem Pflanzenmaterial) sein, ideal ist eine Erde mit niedrigem pH-Wert.
Achte auf eine gleichmäßige Bodenfeuchte, da der Strauch keine Staunässe, aber auch keine vollständige Austrocknung verträgt.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder von September bis Ende November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Eine Mulchschicht aus Rindenhumus hilft dabei, die Feuchtigkeit im Wurzelbereich zu halten und den Boden sauer zu halten.
Ein Rückschnitt ist meist nicht nötig, kann aber direkt nach der Blüte zur Formgebung erfolgen.
Die Vermehrung kann im Garten durch Absenker (Zweige, die bei Bodenkontakt Wurzeln bilden) gelingen.
Düngung ist in der Regel nur bei sehr armen Böden mit speziellem Dünger für Moorbeetpflanzen sinnvoll.
Gute Partnerin: Die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) – beide Arten teilen die Vorliebe für saure Waldböden und ergänzen sich optisch hervorragend im Unterwuchs.
Die Pontische Alpenrose (Rhododendron ponticum) gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Während sie in vielen Regionen als Ziergehölz bekannt ist, ist sie in Österreich heimisch und besiedelt dort bevorzugt feucht-kühle Standorte. Charakteristisch für diesen verholzenden Strauch sind die wechselständig angeordneten, winterharten Blätter und die endständigen Blütenstände. Die Pflanze bevorzugt kalkfreie Böden und ist an ein gemäßigtes Klima mit ausreichender Luftfeuchtigkeit angepasst.
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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