
Rhinolophus ferrumequinum (Schreber, 1774)
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Mit einer Flügelspannweite von bis zu 40 Zentimetern und dem namensgebenden, fleischigen Nasenaufsatz ist dieses Tier die größte ihrer Art in Mitteleuropa. Du erkennst sie an ihrem flauschigen, grau-braunen Fell und der Angewohnheit, sich beim Ruhen komplett in ihre Flughäute einzuwickeln. Als nachtaktives (nur nachts aktives) Säugetier bewohnt sie bevorzugt warme Dachböden oder Keller in der Nähe von Laubwäldern. In deinem Garten tritt sie als reiner Insektenfresser auf, der Käfer und Nachtfalter im Flug erbeutet. Dabei nutzt sie gerne Gehölze wie die Gewöhnliche Esche (Fraxinus excelsior) als Jagdrevier oder Orientierungspunkt. Den aktuellen Monat Februar verbringt das Tier noch im tiefen Winterschlaf (einem Zustand mit stark abgesenktem Stoffwechsel) in frostfreien Höhlen oder Stollen. Du kannst die Hufeisennase unterstützen, indem du Einflugöffnungen an alten Gebäuden bewahrst und auf Pestizide (chemische Insektenbekämpfungsmittel) verzichtest. Ein naturnaher Garten mit heimischen Bäumen sichert ihr die nötige Nahrungsgrundlage für das kommende Frühjahr.
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Diese Art ist streng geschützt und darf unter keinen Umständen gestört, gefangen oder in ihrem Quartier beeinträchtigt werden. Ein eigenmächtiges Umsiedeln ist gesetzlich untersagt und erfordert eine Genehmigung der Naturschutzbehörde. Da Fledermäuse bei Bedrohung beißen können und Wildtiere Krankheiten übertragen könnten, solltest du sie niemals mit bloßen Händen berühren.
Die Große Hufeisennase (Rhinolophus ferrumequinum) ist ein Vertreter der Familie der Hufeisennasen innerhalb der Ordnung der Fledertiere. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien, wobei sie wärmebegünstigte Regionen bevorzugt. Mit einer Körperlänge von etwa 7 Zentimetern nutzt sie eine hochspezialisierte Echoortung (Orientierung durch Schallwellen), die sie über die Nase aussendet. Sie gilt als ortstreue Art, die feste Sommer- und Winterquartiere über viele Jahre hinweg beibehält.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_332631688
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