Bild folgtKI-generierte IllustrationRemiz pendulinus
Die Beutelmeise (Remiz pendulinus) faellt durch ihre markante schwarze Augenmaske auf einem hellgrauen Kopf und ihr fuchsrotes Rueckengefieder auf. Mit einer Koerperlaenge von etwa elf Zentimetern ist sie deutlich kleiner als eine Kohlmeise und faellt oft durch ihren sehr hohen, feinen Ruf auf. Diese Vogelart ist ein spezialisierter Insektenfresser, der waehrend der Brutzeit vor allem kleine Gliedertiere (Wirbellose wie Spinnen oder Kaefer) erbeutet. Im Winter ergaenzen kleine Samenkoerner ihren Speiseplan, um den Energiebedarf zu decken. Als Kurzstreckenzieher (Vogelart, die nur kurze Distanzen zum Winterquartier wandert) kehren viele Individuen bereits im Februar oder Maerz in ihre Brutgebiete zurueck. Das Nistverhalten ist einzigartig, da das Maennchen ein kunstvolles, beutelfoermiges Haengenest an herabhaengenden Zweigen errichtet. Da die Tiere oft in gewaessernahen Gebieten vorkommen, profitieren sie in Gaerten von naturnahen Teichen. Du kannst den Tieren helfen, indem du auf Pestizide (chemische Mittel zur Schaedlingsbekaempfung) verzichtest, um das natuerliche Insektenangebot zu erhalten. Ein strukturreicher Garten mit hohen Baeumen bietet die noetige Sicherheit vor Fressfeinden und Raum fuer die Nahrungssuche. Eine Winterfuetterung mit feinen Saemereien wird in strengen Frostperioden gerne angenommen. Achte darauf, hohe Baeume im Garten zu erhalten, da diese oft als Plaetze fuer den Nestbau dienen.
Die Beutelmeise ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschuetzt. Es ist gesetzlich verboten, die charakteristischen Nester zu entfernen oder die Tiere waehrend der Brut- und Aufzuchtzeit zu stoeren. Aufgrund ihrer unverwechselbaren Maske sind Verwechslungen mit anderen Arten nahezu ausgeschlossen.
Die Beutelmeise (Remiz pendulinus) gehoert zur Ordnung der Sperlingsvoegel und ist der einzige Vertreter der Familie der Beutelmeisen (Remizidae) in Mitteleuropa. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Westeuropa bis nach Zentralasien, wobei sie in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz als heimisch gilt. Die Art besiedelt bevorzugt feuchte Niederungen mit hohem Baumbestand. Von anderen Meisenarten unterscheidet sie sich deutlich durch den feinen, spitzen Schnabel und die hochspezialisierte Bauweise ihrer Nester.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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