
Quercus petraea
Auch bekannt als: Winter-Eiche, Wintereiche, chêne rouvre
16
Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Du erkennst die Trauben-Eiche an ihren lang gestielten Blättern und den Eicheln, die fast ohne Stiel wie Trauben direkt an den Zweigen sitzen. Als heimischer Baum ist sie ein wahrer Überlebenskünstler und ökologisches Kraftzentrum, das über Generationen hinweg Bestand hat. Besonders für die Raupen des Eichen-Zahnspinners und des Eichen-Sichelflüglers ist sie eine lebensnotwendige Futterquelle. In deinem Garten bietet sie nicht nur tiefen Schatten, sondern schafft einen eigenen kleinen Mikrokosmos für hunderte Lebewesen. Wenn du Platz für einen Charakterbaum hast, triffst du mit ihr eine Entscheidung für gelebten Artenschutz.
Ein Baum für die Ewigkeit: Lebensraum für den seltenen Eichen-Zahnspinner.
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Die ökologische Bedeutung dieses Baumes ist kaum zu übertreffen. Nach aktuellen Daten ist sie die exklusive Kinderstube für spezialisierte Falter wie den Eichen-Sichelflügler und den Eichen-Zahnspinner. Auch die Raupen des Gelbhorn-Eulenspinners (Polyploca ridens) und des Grünen Eichenbuschbinders (Comibaena bajularia) finden hier ihre einzige Nahrungsgrundlage. Im Herbst produzieren alte Exemplare enorme Mengen an Eicheln, die als wertvolle Wintervorräte für Eichelhäher und Eichhörnchen dienen. Da sie erst im Mai blüht, liefert sie Pollen zu einer Zeit, in der das erste Frühlingsangebot bereits abnimmt.
Die Trauben-Eiche gilt nach unseren Daten als nicht kindersicher. Das liegt vor allem an den enthaltenen Gerbstoffen (Tanninen) in Blättern und unreifen Eicheln, die bei Verzehr zu Magen-Darm-Beschwerden führen können. In einem Garten mit kleinen Kindern solltest du darauf achten, dass die Früchte nicht gegessen werden. Ansonsten ist der Baum im Umgang völlig unbedenklich.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Mai
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
31.44 m
Standort: Am wohlsten fühlt sie sich an einem sonnigen bis halbschattigen Platz mit viel Freiraum.
Boden: Sie ist anspruchslos, bevorzugt aber tiefgründige, eher trockene bis frische Böden. Ein Ellenberg-Feuchtewert von 4 zeigt an, dass sie mit mäßig trockener Erde sehr gut zurechtkommt.
Pflanzzeit: Setze den Baum am besten im Herbst von September bis November oder im Frühjahr von März bis Mai, solange der Boden offen ist.
Pflege: Als Pfahlwurzler (Pflanze mit einer tief in den Boden reichenden Hauptwurzel) versorgt sie sich nach der Anwuchsphase selbst mit Wasser aus tieferen Schichten.
Vermehrung: Im Herbst kannst du die reifen Eicheln sammeln und direkt an Ort und Stelle in die Erde stecken.
Schnitt: Ein Rückschnitt ist bei freiem Stand kaum nötig, fördert aber bei jungen Bäumen den geraden Wuchs.
Kombination: Eine gute Partnerin ist die Hainbuche (Carpinus betulus) – beide teilen ähnliche Ansprüche an den Standort und bilden zusammen eine natürliche Waldgesellschaft, die vielen Vögeln Schutz bietet.
Die Trauben-Eiche (Quercus petraea) gehört zur Familie der Buchengewächse (Fagaceae) und ist in ganz Mitteleuropa heimisch. Sie bevorzugt das Hügel- und niedrige Bergland, wo sie oft auf trockeneren Standorten als ihre Verwandte, die Stiel-Eiche, vorkommt. Ein wichtiges Merkmal ist die schuppige Borke (äußere Rinde), die im Alter tiefe Längsrissigkeit zeigt. Ihre Blätter sind gleichmäßig gebuchtet und im Gegensatz zur Stiel-Eiche deutlich gestielt, während die Früchte fast ungestielt gehäuft auftreten.
3 Videos zu Trauben-Eiche



16 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1749940663
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