Bild folgtKI-generierte IllustrationPseudemys nelsoni Carr, 1938
Diese mittelgroße Schildkröte erkennst du an ihrem dunklen Rückenpanzer mit den rötlichen Streifen und der namensgebenden, oft kräftig orange bis rot gefärbten Bauchseite sowie den Schwimmhäuten zwischen den Zehen. In deinem Garten hält sie sich bevorzugt an sonnigen Teichufern auf, da sie als wechselwarmes (die Körpertemperatur der Umgebung anpassendes) Reptil auf ausgiebige Sonnenbäder angewiesen ist. Die Tiere führen eine semiaquatische (teils im Wasser, teils an Land lebende) Lebensweise und benötigen freien Zugang zu tieferen Wasserstellen. Sie ernähren sich als Allesfresser von einer Mischung aus tierischer Kost und verschiedenen Wasserpflanzen, wobei die pflanzliche Nahrung mit zunehmendem Alter wichtiger wird. Den Winter verbringt die Art in einer tiefen Winterstarre (völlige Reglosigkeit bei extrem verlangsamtem Stoffwechsel) am Grund deines Teiches. Du kannst ihr helfen, indem du flache Uferzonen gestaltest, die ein einfaches Verlassen des Wassers ermöglichen. Ein naturnaher Teich mit einer Schlammschicht bietet ihr den nötigen Schutz für die kalte Jahreszeit. Achte darauf, dass das Gewässer tief genug ist, damit es im Winter nicht bis zum Boden durchfriert. Da sie im Februar meist noch ruht, solltest du den Teichboden in dieser Zeit absolut unberührt lassen.
Diese Schildkrötenart ist friedfertig, kann aber bei massiver Bedrängnis zur Verteidigung zubeißen. Da sie unter Naturschutz steht, ist ein eigenmächtiges Entnehmen aus der Natur oder ein Umsetzen in andere Gewässer gesetzlich untersagt.
Die Florida-Rotbauch-Schmuckschildkröte (Pseudemys nelsoni) wird taxonomisch in die Familie der Neuwelt-Sumpfschildkröten (Emydidae) eingeordnet. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst laut Datenbasis Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien, wo sie als heimisch (ursprünglich vorkommend) geführt wird. Diese Reptilien erreichen eine Panzerlänge von meist 20 bis 35 Zentimetern. Sie bewohnen bevorzugt stehende Gewässer mit reichem Pflanzenwuchs und schlammigem Bodengrund.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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