Bild folgtKI-generierte IllustrationPotentilla verna
Auch bekannt als: Potentilla verna
Artengruppe
39
Arten
interagieren
120
Interaktionen
dokumentiert
Typisch für das Frühlings-Fingerkraut (Potentilla verna) sind die leuchtend gelben Schalenblüten und die namensgebenden, handförmig geteilten Blätter, die dichte, flache Polster bilden. In deinem Naturgarten ist dieser Überlebenskünstler ein wertvoller Mosaikstein, da er spezialisierten Insekten wie dem Roten Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) eine lebensnotwendige Grundlage bietet. Als Bodenbedecker für sonnig-trockene Stellen ist die Art ideal, um karge Gartenbereiche ökologisch aufzuwerten und gleichzeitig Farbe in das Beet zu bringen. Wenn du eine pflegeleichte Pflanze suchst, die mit dem Klimawandel und zunehmender Trockenheit bestens zurechtkommt, ist dieses Fingerkraut genau das Richtige für dich.
Goldgelber Teppich für seltene Würfel-Dickkopffalter: Robust und pflegeleicht.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Frühlings-Fingerkraut eine unentbehrliche Kinderstube für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und der Steppenheiden-Würfel-Dickkopffalter (Spialia orbifer) nutzen die Pflanze als Raupennahrung. Auch seltenere Arten wie der Siebenbürger Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) oder in Gebirgslagen der Polar-Perlmuttfalter (Boloria polaris) sind auf diese Bestände angewiesen. Da die Art ein Archäophyt (eine bereits vor 1492 eingewanderte oder heimische Art) ist, ist sie tief in die regionalen Nahrungsketten eingebunden. Sie bietet Nektar und Pollen zu einer Zeit im Mai an, in der viele andere Magerwiesenpflanzen noch nicht blühen.
Die Pflanze wird laut Datenbank als nicht kindersicher eingestuft, weshalb ein Verzehr vermieden werden sollte. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Arten, sofern man auf die charakteristischen, fingerförmigen Blätter achtet. Für Haustiere sind keine spezifischen Vergiftungserscheinungen bei Berührung bekannt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Mai
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten, da die Pflanze ein Ellenberg-Lichtwert von 9 hat, also volles Licht benötigt.
Boden: Das Substrat sollte trocken und sehr nährstoffarm sein; als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) benötigt sie keinen Dünger.
Pflanzzeit: Die beste Zeit zum Setzen ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Bewässerung: Nur in der ersten Zeit nach der Pflanzung regelmäßig gießen, danach übersteht die Art Trockenperioden völlig problemlos.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, da die Pflanze von Natur aus sehr niedrig bleibt und im Winter kaum abstirbt.
Vermehrung: Wenn die Polster zu groß werden, kannst du sie im zeitigen Frühjahr einfach mit dem Spaten teilen und neu verpflanzen.
Winterhärte: Die Art ist absolut frosthart und benötigt keinen Winterschutz in unseren Breiten.
Kombinationsempfehlung: Eine hervorragende Partnerin ist die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum).
Ökologische Begründung: Beide Arten teilen die Vorliebe für trockene Magerstandorte und ergänzen sich in ihrer Wuchsform sowie ihrem Nutzen für heimische Insekten perfekt.
Das Frühlings-Fingerkraut gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Ordnung der Rosenartigen. Es ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Botanisch zeichnet es sich durch seine grundständigen, fünf- bis siebenzählig gefingerten Blätter aus, die oft einen silbrigen Schimmer aufweisen. Die Art wächst als ausdauernde, krautige Pflanze und verbreitet sich über kurze Ausläufer, wodurch sie trittfeste Matten an sonnigen Standorten bildet.
3 Videos zu Frühlings-Fingerkraut (Artengruppe)



36 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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