Bild folgtKI-generierte IllustrationPortulaca sativa
Auch bekannt als: Sommer-Portulak, pourpier, Bürzelkohl, Sommer-Postelein, Burzelkraut, Portulak, Kreusel, Gemüse-Portulak, Gewürz-Portulak, Sauburtzel
Wer den Gemüse-Portulak (Portulaca sativa) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Er besticht durch seine dickfleischigen, löffelartigen Blätter und die oft rötlich überlaufenen, sukkulenten (wasserspeichernden) Stängel. Auch wenn keine spezifischen Bestäuberdaten vorliegen, bietet er als Pionierart (Erstbesiedler) wichtigen Bodenschutz und Kleinklima für Insekten. Du kannst dieses Wildgemüse wunderbar nutzen, um Bodenlücken ökologisch sinnvoll zu schließen und die Verdunstung in Deinen Beeten zu reduzieren.
Hitzeresistenter Bodendecker aus Österreich für sonnige Gartenlücken.
In Österreich gehört der Gemüse-Portulak (Portulaca sativa) zur heimischen Flora und übernimmt dort die wichtige Rolle einer Pionierpflanze (Besiedler offener Flächen). Durch seinen teppichartigen Wuchs schützt er das Erdreich vor Erosion (Abtragung) und bewahrt die Bodenfeuchtigkeit. Zwar liegen in der aktuellen Datenbasis keine spezifischen Bestäuberbeziehungen vor, doch ist er als Bodenbedecker für das Kleinklima im Garten wertvoll. Im Winter können die verbliebenen Samenstände eine kleine Futterquelle für Vögel darstellen, sofern Du die Pflanzenreste über die kalte Jahreszeit stehen lässt. Er trägt so zur Stabilisierung des ökologischen Gleichgewichts auf offenen Flächen bei.
Die Datenbank weist darauf hin, dass der Gemüse-Portulak (Portulaca sativa) nicht als kindersicher eingestuft ist. Dies liegt am natürlichen Gehalt an Oxalsäure (einer organischen Säure), die in größeren Mengen unverträglich sein kann. Achte auf die Verwechslungsgefahr mit der Garten-Wolfsmilch (Euphorbia peplus), die jedoch bei Verletzung einen giftigen, weißen Milchsaft absondert, der dem Portulak fehlt.
Licht
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Feuchtigkeit
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Boden
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Blütezeit
Jun – Sep
Ellenberg Feuchte 4 bedeutet: Der Portulak kommt mit normaler Gartenerde und mäßiger Feuchtigkeit gut zurecht.
Wähle einen vollsonnigen, warmen Standort, da die Pflanze viel Licht und Wärme benötigt.
Der Boden sollte durchlässig und eher sandig-lehmig sein, um Staunässe (stehendes Wasser) zu vermeiden.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai, sobald kein strenger Bodenfrost mehr zu erwarten ist.
Da es sich um eine einjährige Art handelt, ist eine Pflanzung im Herbst nicht sinnvoll.
Du kannst ihn einfach durch Aussaat vermehren, wobei die Samen als Lichtkeimer nicht mit Erde bedeckt werden dürfen.
Halte die Erde in der Keimphase gleichmäßig feucht, danach ist die Pflanze extrem pflegeleicht.
Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich, fördert aber bei der Ernte einen buschigeren Wuchs.
Gute Partnerin: Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) - beide teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich in ihrer Wuchsform.
Diese Kombination fördert die Bodenstabilität und bietet unterschiedlichen Insektengruppen einen Lebensraum.
Der Gemüse-Portulak (Portulaca sativa) ist eine einjährige, sukkulente (wasserspeichernde) Pflanze, die in Österreich heimisch ist. Er besiedelt dort bevorzugt nährstoffreiche, lockere Böden in warmen Lagen wie Weinbergen oder Gärten. Morphologisch (gestaltlich) zeichnet er sich durch seine löffelförmigen, glatten Blätter und die kriechende Wuchsform aus. Eine Besonderheit ist die Fruchtbildung in Form von Deckelkapseln, die bei Reife ihre Samen wie aus einer Dose entlassen. Die Art zeigt eine außergewöhnlich hohe Anpassung an sommerliche Hitze und Trockenperioden.
1 Video zu Portulak

•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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