Bild folgtKI-generierte IllustrationPolygonum oxyspermum subsp. oxyspermum
Auch bekannt als: Polygonum oxyspermum subsp. oxyspermum
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
An den niederliegenden, fast kriechenden Stängeln und den schmalen, etwas fleischigen Blättern lässt sich der Sand-Vogelknöterich (Polygonum oxyspermum subsp. oxyspermum) sofort erkennen. Er ist ein spezialisierter Überlebenskünstler für sandige Standorte und bereichert deinen Garten durch seine ökologische Nische. Besonders wertvoll ist er als Nahrungspflanze für spezialisierte Schmetterlinge wie den Hochnordischen Perlmuttfalter (Boloria alaskensis) oder Friggas Perlmuttfalter (Boloria frigga). Mit seiner Vorliebe für karge Böden besetzt er Plätze, an denen andere Pflanzen aufgeben. Wenn du eine sandige Ecke im Garten hast, kannst du hier gezielt die Artenvielfalt fördern.
Spezialisierter Sandbewohner und wichtige Futterpflanze für seltene Perlmuttfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Sand-Vogelknöterich eine wichtige Lebensgrundlage für hochspezialisierte Schmetterlinge. Insbesondere Perlmuttfalter wie der Hochnordische Perlmuttfalter (Boloria alaskensis), Friggas Perlmuttfalter (Boloria frigga) und Boloria angarensis profitieren von dieser Pflanze. In der kargen Landschaft sandiger Standorte bietet er eine verlässliche Nahrungsquelle. Die produzierten Samen sind zudem eine wertvolle Energiequelle für kleine Singvögel, die in den flachen Matten am Boden nach Nahrung suchen. Durch seine Mykorrhiza-Verbindung trägt er aktiv zur Bodenbiologie und zur Stabilität sandiger Ökosysteme bei.
Die Pflanze wird in den Datenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn keine spezifischen Vergiftungserscheinungen beschrieben sind, sollten die Pflanzenteile nicht verzehrt werden. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen heimischen Arten besteht aufgrund der charakteristischen Wuchsform und des speziellen Standorts kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.34 m
Standort: Bevorzugt vollsonnige Plätze auf sandigem, sehr durchlässigem Untergrund.
Boden: Er benötigt lockere, eher nährstoffarme Erde mit gutem Wasserabzug, um Staunässe zu vermeiden.
Pflanzzeit: Die beste Zeit für die Pflanzung ist von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange kein Bodenfrost herrscht.
Wasserbedarf: Als Spezialist für trockene Standorte kommt er nach dem Anwachsen mit wenig Wasser aus.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht erforderlich; die Pflanze sollte im Winter stehen bleiben.
Vermehrung: Erfolgt primär über Aussaat an den passenden Standort.
Besonderheit: Da er eine Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft mit Pilzen) eingeht, sollte auf Kunstdünger verzichtet werden.
Kombination: Gute Partnerin ist die Sand-Segge (Carex arenaria) – beide teilen die Vorliebe für sandiges Substrat und festigen gemeinsam den Boden.
Der Sand-Vogelknöterich gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) innerhalb der Ordnung der Nelkenartigen. Er ist in Deutschland heimisch und besiedelt vorzugsweise sandige Küstenabschnitte oder Binnensandstellen. Charakteristisch ist sein prostrater (flach auf dem Boden liegender) Wuchs und die Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen zur besseren Nährstoffaufnahme. Die unscheinbaren Blüten sitzen in den Blattachseln und sind typisch für die Gattung der Vogelknöteriche.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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