Bild folgtKI-generierte IllustrationPodarcis siculus (Rafinesque-Schmaltz, 1810)
Die Ruineneidechse (Podarcis siculus) ist eine bis zu 25 Zentimeter lange, schlank gebaute Eidechse mit meist grüner oder brauner Färbung, die durch ihr flinkes Huschen zwischen Sonnenplätzen auffällt. In deinem Garten bevorzugt dieses Reptil trockene und warme Bereiche wie Steinhaufen oder Mauerspalten. Da sie wechselwarm (die Körpertemperatur passt sich der Umgebung an) ist, verbringt sie viel Zeit mit Sonnenbaden auf erhitzten Steinen. Als reiner Insektenfresser ernährt sie sich von verschiedensten wirbellosen Tieren und hilft so dabei, das ökologische Gleichgewicht zu bewahren. Den Winter überdauert das Tier in einer tiefen Winterstarre (Zustand, bei dem die Körperfunktionen durch Kälte auf ein Minimum reduziert sind) an einem frostgeschützten Ort. Du kannst diesen nützlichen Tieren helfen, indem du Trockenmauern (Mauern ohne Mörtel) oder Lesesteinhaufen anlegst, die als sicherer Unterschlupf dienen. Da sie als heimisch (in dieser Region von Natur aus vorkommend) eingestuft wird, ist sie ein wertvoller Teil der lokalen Natur. Achte darauf, Gartenarbeiten an Mauern oder Steinhaufen vorzugsweise im Sommer durchzuführen, um schlafende Tiere im Winter nicht zu stören.
Die Ruineneidechse ist für Menschen und Haustiere vollkommen harmlos und ungiftig. Sie steht unter Naturschutz, weshalb es gesetzlich verboten ist, die Tiere zu fangen, zu verletzen oder umzusiedeln. Bei akuter Gefahr kann sie ihren Schwanz an einer Sollbruchstelle abwerfen, um Angreifer zu täuschen.
Die Ruineneidechse gehört zur Familie der Echten Eidechsen (Lacertidae) und wird innerhalb der Gattung der Mauereidechsen (Podarcis) geführt. Ihr Verbreitungsgebiet in Mitteleuropa umfasst Deutschland, Österreich, die Schweiz und Belgien. Diese tagaktive (während des Tages wache und aktive) Art erreicht eine Körperlänge von 15 bis 25 Zentimetern, wobei der Schwanz einen erheblichen Teil der Gesamtlänge ausmacht. Sie besiedelt bevorzugt offene, felsige Habitate und ist oft in der Nähe menschlicher Siedlungen zu finden.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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