Bild folgtKI-generierte IllustrationPoa palustris
Auch bekannt als: pâturin des marais
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
An den lockeren, oft rötlich überlaufenen Blütenrispen und den schmalen Blättern lässt sich das Sumpf-Rispengras (Poa palustris) sofort erkennen. Es ist ein filigranes Gras, das Struktur in feuchte Gartenecken bringt und als wichtiger Lebensraum dient. Insekten wie Fleckenfalter nutzen es gerne als Versteck oder Eiablageplatz. Für einen Naturgarten, der auch feuchte Zonen bietet, ist es eine wertvolle Bereicherung der heimischen Flora. Wenn du einen Teichrand oder eine Sumpfzone hast, ist dieses Gras genau die richtige Wahl für dich.
Filigraner Strukturgeber für feuchte Gartenstellen und Kinderstube für Falter.
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Das Sumpf-Rispengras bietet einen wertvollen Lebensraum für die Gruppe der Fleckenfalter (Nymphalidae). Diese Schmetterlinge nutzen die Grashalme zur Rast oder legen dort ihre Eier ab, damit die Raupen geschützt aufwachsen können. In den Wintermonaten dienen die stehengelassenen Samenstände als wichtige Futterquelle für Vögel, die in der kalten Jahreszeit nach Energie suchen. Da es ein heimisches Gras ist, fügt es sich nahtlos in die regionale Nahrungskette ein. Es fördert die strukturelle Vielfalt, die für das Mikroklima im Garten entscheidend ist. Wer das Gras über den Winter stehen lässt, schenkt vielen nützlichen Kleintieren ein sicheres Quartier in den hohlen Halmen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.66 m
Wähle einen Standort in voller Sonne, damit das Gras kräftig wächst.
Der Boden sollte dauerhaft feucht bis nass sein, auch kurzzeitige Staunässe wird gut vertragen.
Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt es einen fetten, nährstoffreichen Boden.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November.
Achte darauf, dass der Wurzelballen beim Einsetzen gut mit Erde umschlossen ist.
Da es horstbildend (Wuchsform in dichten Büscheln) wächst, braucht es kaum Rückschnitt.
Falls gewünscht, kannst du alte Halme im Spätwinter kurz vor dem Neuaustrieb entfernen.
Eine Vermehrung ist durch Teilung des Horstes im zeitigen Frühjahr unkompliziert möglich.
Gute Partnerin: Sumpfdotterblume (Caltha palustris) – beide teilen ähnliche Standortansprüche und ergänzen sich am Teichrand perfekt.
Das Sumpf-Rispengras gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und zur Ordnung der Süßgrasartigen (Poales). Es ist in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt Ufer, Gräben und wechselfeuchte Wiesen. Typisch ist die lange, spitze Ligula (Blatthäutchen – das Häutchen am Übergang von Blattscheide zu Blattspreite), die bei dieser Art bis zu fünf Millimeter lang werden kann. Wegen seiner Anpassung an nasse Standorte ist es ein Spezialist der Feuchtgebiete.
3 Videos zu Sumpf-Rispengras



•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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