Bild folgtKI-generierte IllustrationPluvialis apricaria
Den Goldregenpfeifer erkennst du an seiner taubengroßen Gestalt, dem goldbraun gesprenkelten Rücken und seinem wehmütigen, flötenden Ruf. In deinem Garten wirst du diesen scheuen Vogel vermutlich eher als Durchzügler auf angrenzenden offenen Flächen beobachten. Er gehört zu den Insektenfressern, die ihre Nahrung – vor allem Würmer, Käfer und Larven – direkt vom Boden oder aus der obersten Erdschicht picken. Als Bodenbrüter legt er sein Nest in einer flachen Mulde direkt auf der Erde an, was ihn in der freien Natur besonders störungsempfindlich macht. Er ist ein Kurzstreckenzieher (Vogel, der nur kurze Distanzen wandert), der im zeitigen Frühjahr aus seinen Winterquartieren zu uns zurückkehrt. Sein Gesang ist ein melancholisches Pfeifen, das oft schon aus großer Entfernung über weite Flächen schallt. Du kannst diesem Vogel helfen, indem du auf Insektengifte verzichtest und so ein reichhaltiges Nahrungsangebot an Wirbellosen (Tiere ohne Rückgrat) förderst. Da er weite Sichtachsen benötigt, profitiert er indirekt von einer offenen Landschaftsgestaltung ohne dichte Heckenwälle an Grundstücksgrenzen. Im Garten selbst ist er ein seltener Gast, der vor allem Ruhe zur Rast benötigt. Achte darauf, während der Zugzeiten Störungen durch Haustiere auf angrenzenden Wiesen zu vermeiden. So leistest du einen wertvollen Beitrag zum Schutz dieses Watvogels.
Diese Vogelart ist nach geltendem Recht streng geschützt; ihre Nester dürfen weder gestört noch zerstört werden. Als Bodenbrüter reagiert er extrem empfindlich auf freilaufende Hunde und Störungen während der Brutzeit. Eine Verwechslung mit dem silbrigen Kiebitzregenpfeifer ist möglich.
Der Goldregenpfeifer (Pluvialis apricaria) gehört zur Familie der Regenpfeifer (Charadriidae) innerhalb der Ordnung der Regenpfeiferartigen. Er ist in Nord- und Mitteleuropa heimisch, wobei er in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor allem als Durchzügler auftritt. Seine Lebensweise ist eng an offene, feuchte Habitate wie Moore oder Heiden gebunden. Von verwandten Arten unterscheidet er sich durch die namensgebende goldene Fleckung des Obergefieders und das Fehlen einer Federhaube.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →