Bild folgtKI-generierte IllustrationPlatanthera chlorantha
Auch bekannt als: Bergwaldhyazinthe, platanthère à fleurs vertes, Berg-Kuckucksblume, Berg-Waldhyazinthe
5
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
An ihren grünlich-weißen Blüten mit den auffällig langen Spornen (röhrenförmige Nektarbehältnisse) lässt sich die Grünliche Waldhyazinthe sofort erkennen. Diese heimische Orchidee ist ein echtes Juwel für den Naturgarten, da sie spezialisierte Nachtfalter wie die Gammaeule (Autographa gamma) oder die Ziest-Silbereule (Autographa pulchrina) anzieht. Mit ihrer Vorliebe für den Halbschatten fördert sie die Artenvielfalt genau an den Stellen, an denen viele lichthungrige Blumen nicht gedeihen. Da sie auf der Roten Liste steht, leisten Sie mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum regionalen Artenschutz. Schauen Sie mal, ob Sie ein mäßig feuchtes Plätzchen für diese elegante Bewohnerin finden.
Elegante Wildorchidee: Ein seltener Rückzugsort für spezialisierte Nachtfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Orchidee eine wichtige Tankstelle für die nächtliche Insektenwelt. Besonders Nachtfalter wie die Gammaeule (Autographa gamma) und die Quellhalden-Goldeule (Plusia putnami) profitieren von dem tief verborgenen Nektar. Auch die Ziest-Silbereule (Autographa pulchrina) gehört zu den regelmäßigen Besuchern der duftenden Blüten. Tagsüber lässt sich zudem die seltene Heidehummel (Bombus humilis) an den Blüten beobachten. Da die Pflanze ihre volle Pracht zwischen Mai und Juli entfaltet, bietet sie Nahrung in einer Phase, in der viele Frühjahrsblüher bereits verblüht sind. Für Vögel ist sie zwar keine primäre Futterquelle, aber sie bereichert das ökologische Gefüge als spezialisierte Nischenpflanze.
Die Grünliche Waldhyazinthe ist nicht kindersicher und sollte nicht verzehrt werden. Sie wird in der Fachliteratur als schwach giftig eingestuft, was bei Kontakt oder versehentlichem Verschlucken zu Unwohlsein führen kann. Es besteht eine gewisse Ähnlichkeit mit der Weißen Waldhyazinthe, die jedoch ebenfalls nicht für den Verzehr geeignet ist. Achten Sie bei der Standortwahl darauf, dass Haustiere und kleine Kinder keinen Zugriff auf die Pflanze haben.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.28 m
Wählen Sie einen Standort im Halbschatten, der lichten Waldrändern nachempfunden ist.
Der Boden sollte frisch sein, was einer mäßigen Feuchtigkeit entspricht, die im Sommer nicht völlig austrocknet.
Als Mittelzehrer benötigt die Pflanze einen normalen Gartenboden ohne zusätzliche Düngung.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Vermeiden Sie Bodenbearbeitung wie Hacken im direkten Umkreis, um die feinen Pilzverbindungen im Boden nicht zu zerstören.
Ein Rückschnitt der Blütentriebe sollte erst erfolgen, wenn diese vollständig braun und trocken sind.
Die Vermehrung gelingt am besten durch die natürliche Selbstaussaat an ungestörten Stellen.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) – beide teilen sich ähnliche Lichtansprüche und fördern gemeinsam die frühe und mittlere Insektenfauna im Gartenjahr.
Die Grünliche Waldhyazinthe (Platanthera chlorantha) gehört zur Familie der Orchideengewächse (Orchidaceae). Ihr natürliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile Europas, wobei sie in Deutschland, Österreich und der Schweiz in lichten Wäldern und auf Magerrasen vorkommt. Typisch für diese Art sind die zwei großen, fast gegenständigen Grundblätter und der lockere, aufrechte Blütenstand. Ein wichtiges Merkmal zur Unterscheidung von verwandten Arten sind die schräg stehenden Pollenfächer im Zentrum der Blüte. Als Mykorrhiza-Pflanze lebt sie in einer lebensnotwendigen Gemeinschaft mit bestimmten Bodenpilzen (Orchideen-Mykorrhiza).
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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