Bild folgtKI-generierte IllustrationPinus mugo
Auch bekannt als: Legforche, Legföhre, Legkiefer, Krüppelkiefer, Krummholz-Kiefer, Latschenkiefer, Bergföhre, Latschen-Kiefer, Bergkiefer, Berg-Kiefer
Artengruppe
4
Arten
interagieren
4
Interaktionen
dokumentiert
2
Wirtsbeziehungen
Arten
An ihrer gedrungenen, oft niederliegenden Wuchsform und den paarweise angeordneten, tiefgrünen Nadeln lässt sich die Krummholz-Kiefer (Pinus mugo) sofort erkennen. Für deinen Naturgarten ist sie besonders wertvoll, da sie spezialisierten Nachtfaltern wie der Kieferneule (Panolis flammea) als wichtige Futterquelle dient. Auch nützliche Jäger wie der Kopfvierpunkt-Marienkäfer (Harmonia quadripunctata) patrouillieren regelmäßig auf ihren Zweigen nach Nahrung. In deinem Garten bietet sie ganzjährig Struktur und einen geschützten Rückzugsort für kleine Wirbeltiere. Wenn du ihr einen sonnigen Platz auf magerem Boden gönnst, wirst du lange Freude an diesem robusten Gebirgsgehölz haben.
Alpiner Überlebenskünstler: Ganzjähriger Strukturgeber und Heim für die Kieferneule
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Krummholz-Kiefer eine unverzichtbare Raupenfutterpflanze für den Erhalt der Kieferneule (Panolis flammea) und der Forleule. In den Zapfen entwickelt sich zudem der Fichtenzapfenzünsler (Dioryctria abietella), was die Pflanze zu einem wichtigen Glied in der Nahrungskette macht. Für die biologische Schädlingskontrolle im Garten ist sie nützlich, da sie dem Kopfvierpunkt-Marienkäfer (Harmonia quadripunctata) und dem Asiatischen Marienkäfer (Harmonia axyridis) Lebensraum bietet. Die dichten Nadelpakete dienen zudem als Ganzjahresschutz für kleine Standvögel. Obwohl sie keinen Nektar produziert, liefert sie im Frühjahr große Mengen an Pollen, die von verschiedenen Insekten als Eiweißquelle genutzt werden. So förderst du mit nur einer Pflanze eine Vielzahl spezialisierter Tierarten.
Die Krummholz-Kiefer wird aufgrund ihrer spitzen Nadeln und des stark klebenden Harzes als nicht kindersicher eingestuft. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit der giftigen Eibe (Taxus baccata), da Kiefernnadeln immer paarweise gebündelt und deutlich länger sind. Die Pflanze selbst ist ungiftig, kann aber bei Kontakt mit dem Harz Hautreizungen oder verschmutzte Kleidung verursachen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Nadelblättrig
Pflanzenhöhe
6.84 m
Wähle unbedingt einen Standort in der vollen Sonne, da die Kiefer im Schatten vergreist.
Der Boden sollte als Standort für Schwachzehrer (Pflanzen mit geringem Nährstoffbedarf) eher mager und nährstoffarm sein.
Die Bodenfeuchte sollte im Bereich "frisch" liegen, was einer mäßigen Feuchtigkeit ohne Staunässe entspricht.
Du kannst die Pflanze im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen.
Hebe ein Pflanzloch aus, das etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen ist, um das Anwurzeln zu erleichtern.
Eine zusätzliche Düngung ist nicht erforderlich und würde dem natürlichen Wuchs eher schaden.
Ein Rückschnitt ist selten nötig, kann aber im Mai durch das Einkürzen der jungen Triebe ("Kerzen") erfolgen.
Achte in den ersten zwei Jahren darauf, dass der Boden in langen Trockenphasen nicht völlig austrocknet.
Vermehrung erfolgt bei dieser Art am besten durch die Aussaat der reifen Samen im zeitigen Frühjahr.
Gute Partnerin: Die Besenheide (Calluna vulgaris) – beide teilen die Vorliebe für sonnige, magere Standorte.
Auch die Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea) ist eine ideale Begleiterin, die ähnliche Bodenbedingungen bevorzugt.
Die Krummholz-Kiefer gehört zur Familie der Kieferngewächse (Pinaceae) und ist in den Hochgebirgen von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Als typische Bewohnerin der subalpinen Stufe besiedelt sie bevorzugt Moore und felsige Hänge, wo sie oft die Waldgrenze bildet. Charakteristisch ist ihr mehrstämmiger, strauchartiger Wuchs mit elastischen Ästen, die auch hohem Schneedruck standhalten. Die Zapfen stehen meist einzeln oder in kleinen Gruppen und sind mit zwei bis sechs Zentimetern Länge recht kompakt. Botanisch wird sie innerhalb der Gattung der Kiefern (Pinus) als eine sehr formenreiche Artengruppe geführt.
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →