Bild folgtKI-generierte IllustrationPhyllocoptes eupadi (Newkirk, 1984)
Newkirk, 1984
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Pflanzen
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtspflanzen
bekannt
An der Traubenkirsche (Prunus padus subsp. borealis) oder der Zwetschge zeigen sich oft kleine, hornartige Ausstuelpungen auf den Blaettern, die das deutlichste Anzeichen fuer die Anwesenheit dieser Gallmilbe (Phyllocoptes eupadi) sind. Da diese Spinnentiere mit blossem Auge nicht sichtbar sind, erkennst Du sie ausschliesslich an diesen charakteristischen Gallen (Pflanzendeformationen). In Deinem Garten ernaehren sich die Milben von den Pflanzensaeften ihrer spezifischen Wirtspflanzen. Durch das Saugen regen sie die Pflanze dazu an, schuetzendes Gewebe um sie herum aufzubauen, in dem sie leben und sich vermehren. Diese Lebensweise ist oekologisch hochspezialisiert und schadet dem Baum bei moderatem Befall nicht. Du kannst als Gaertner gelassen bleiben, da ein Eingreifen nicht erforderlich ist. Es ist ein faszinierendes Beispiel fuer die enge Wechselbeziehung zwischen Tier und Pflanze. Am besten beobachtest Du dieses kleine Wunder der Natur, ohne die Blaetter zu entfernen, da sie dem Baum weiterhin zur Photosynthese (Energiegewinnung aus Licht) dienen. Es ist Teil der natuerlichen Vielfalt, wenn solche Kleinstlebewesen ihre Nischen besetzen. Eine Bekaempfung wuerde das oekologische Gleichgewicht nur unnoetig stoeren.
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Die Gallmilbe ist fuer Dich und Deine Haustiere absolut unbedenklich. Es bestehen keine besonderen Schutzvorschriften fuer diese Art, sie ist in unseren Gaerten verbreitet. Die befallenen Pflanzen nehmen durch die Milben keinen dauerhaften Schaden.
Die Art wird taxonomisch (systematisch) in die Familie der Gallmilben (Eriophyidae) eingeordnet. Ihr natuerliches Vorkommen erstreckt sich ueber Deutschland, Oesterreich, die Schweiz und Belgien. Als heimischer Bewohner unserer Breiten ist sie fest in das regionale Oekosystem integriert. Sie lebt als spezialisierter Pflanzensauger an bestimmten Gehoelzen und ist fuer ihre Entwicklung zwingend auf diese angewiesen.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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