Bild folgtKI-generierte IllustrationPersicaria mitis
Auch bekannt als: Persicaria mitis, Persicaria hydropiper subsp. mite
3
Arten
interagieren
3
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Milden Knöterich (Persicaria mitis) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Die Pflanze zeigt schmale, lanzettliche Blätter und zierliche, blassrosa bis grünlich-weiße Blütenähren, die locker an den Stängeln hängen. Im Naturgarten ist sie besonders wertvoll, da sie spezialisierten Faltern wie dem Hochmoor-Perlmuttfalter (Boloria frigga) als wichtige Nahrungsquelle dient. Da sie Feuchtigkeit liebt, stabilisiert sie ökologisch wertvolle Übergangszonen am Wasser. Durch die Symbiose mit der Arbuskulären Mykorrhiza (AM – einer Form der Wurzel-Pilz-Gemeinschaft) verbessert sie zudem die Bodenstruktur. Wenn du eine feuchte Ecke im Garten hast, kannst du mit dieser Art gezielt den Artenschutz fördern.
Heimische Feuchtgebiets-Perle: Lebenswichtig für seltene Perlmuttfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitiert eine Reihe spezialisierter Schmetterlinge von dieser Art, darunter Boloria alaskensis und Boloria angarensis. Besonders hervorzuheben ist der Nutzen für den Hochmoor-Perlmuttfalter (Boloria frigga), der auf solche feuchtigkeitsliebenden Bestände angewiesen ist. Die Samen der Pflanze sind im Spätherbst und Winter eine wichtige Nahrungsquelle für heimische Singvögel. Durch die Mykorrhiza-Verbindung im Boden trägt der Knöterich zur Vitalität des gesamten Garten-Ökosystems bei. Auch wenn keine exakten Nektarmengen vorliegen, sichert die lange Blütezeit das Überleben vieler Insekten in wassernahen Lebensräumen.
Achtung: Der Milde Knöterich ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Er enthält Oxalsäure und andere Stoffe, die bei Verzehr oder Hautkontakt Reizungen auslösen können. Es besteht eine gewisse Verwechslungsgefahr mit dem Wasserpfeffer-Knöterich (Persicaria hydropiper), der jedoch einen scharfen, brennenden Geschmack auf den Blättern aufweist.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.47 m
Wähle für den Milden Knöterich einen Standort mit hoher Bodenfeuchte, idealerweise am Teichrand oder in einer feuchten Senke.
Der Boden sollte nährstoffreich und lehmig sein, damit die Feuchtigkeit auch im Sommer gespeichert bleibt.
Die Pflanzzeit liegt im Frühjahr zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Da die Pflanze einjährig ist, solltest du die verblühten Ähren im Herbst nicht abschneiden, damit sie sich selbst aussäen kann.
Achte darauf, den Boden nicht austrocknen zu lassen; eine Mulchschicht kann hier hilfreich sein.
Eine Düngung ist in der Regel nicht nötig, wenn der Boden ausreichend humos ist.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die im Herbst fallenden Samen auf offenem Boden.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – beide Arten bevorzugen identische feuchte Standorte und bieten Insekten nacheinander Nahrung.
Der Milde Knöterich gehört zur Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich indigen (ursprünglich heimisch) oder als Archäophyt (vor 1492 eingewandert) eingestuft. Er besiedelt typischerweise nährstoffreiche, nasse Standorte wie Gräben oder Uferbereiche. Ein besonderes Merkmal sind die glatten Blattscheiden, die den Stängel an den Knoten umfassen und keine brennenden Drüsen aufweisen. Mit seinem einjährigen Lebenszyklus ist er darauf angewiesen, jedes Jahr an geeigneten Stellen neu auszusamen.
1 Video zu Milder Knöterich

3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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