Bild folgtKI-generierte IllustrationPerizoma albulata (Denis & Schiffermüller), 1775
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An seiner weißlichen Grundfärbung mit den charakteristischen, hellbraun gewellten Querlinien auf den Vorderflügeln lässt sich der Klappertopf-Kapselspanner (Perizoma albulata) sofort erkennen. Dieser zierliche Nachtfalter erreicht eine Flügelspannweite von etwa 15 bis 20 Millimetern und bringt eine Generation pro Jahr hervor. Die Weibchen legen ihre Eier gezielt an die Blüten oder jungen Samenkapseln des Kleinen Klappertopfs (Rhinanthus minor) ab. Im Frühsommer kannst du die Falter beobachten, wie sie diese Pflanzen zur Nektaraufnahme besuchen. Die Raupe lebt endophytisch (innerhalb von Pflanzengewebe), wobei sie sich im Schutz der Samenkapseln von den heranreifenden Samen ernährt. Da der Kleine Klappertopf ein Halbschmarotzer (eine Pflanze, die anderen Pflanzen teilweise Wasser und Nährstoffe entzieht) ist, ist der Falter eng an nährstoffarme Wiesen gebunden. Um diese Art in deinem Garten zu fördern, solltest du den Kleinen Klappertopf in einer Wildblumenwiese ansiedeln. Verzichte unbedingt auf eine Mahd zwischen Mai und August, damit die Larven ihre Entwicklung ungestört abschließen können. Das Tier überwintert als Puppe (Ruhestadium der Metamorphose) im Erdboden. Wenn du auf Pestizide verzichtest und heimische Wildpflanzen stehen lässt, bietest du diesem Spezialisten einen sicheren Rückzugsort.
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Der Klappertopf-Kapselspanner ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gartenbesucher, der keine Gefahr für Menschen oder Haustiere darstellt. Er steht in einigen Regionen auf der Vorwarnliste der Roten Liste, weshalb man die Tiere nicht fangen oder stören sollte.
Der Klappertopf-Kapselspanner gehört zur Familie der Geometridae (Spanner) innerhalb der Ordnung der Schmetterlinge. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und bewohnt bevorzugt magere Wiesen und Weiden. Die Art ist streng an den Kleinen Klappertopf (Rhinanthus minor) gebunden, was sie zu einem Bioindikator (Anzeiger für ökologische Qualität) für artenreiche Standorte macht. Mit seiner hellen, gebänderten Zeichnung ist er in der Vegetation gut getarnt und wird oft erst beim Aufscheuchen bemerkt.
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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