Bild folgtKI-generierte IllustrationParietaria pensylvanica
Auch bekannt als: Parietaria pensylvanica
7
Arten
interagieren
10
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Pennsylvanische Glaskraut (Parietaria pensylvanica) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinem buschigen Wuchs und den wechselständigen, länglich-eiförmigen Blättern ist es eine charakteristische Erscheinung im Garten. Als Mitglied der Brennnesselgewächse (Urticaceae) spielt es eine wichtige Rolle für unsere heimische Fauna, da es vielen Faltern als Lebensraum dient. Besonders Schmetterlinge wie das Landkärtchen (Araschnia levana) oder das Tagpfauenauge (Aglais io) profitieren von dieser Pflanze. Obwohl es als Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) gilt, hat es sich ökologisch gut integriert. Wenn du eine Ecke für die Artenvielfalt schaffen möchtest, ist dieses Kraut ein stiller, aber effektiver Helfer. Schau am besten mal genauer hin, welche Gäste sich zwischen den Blättern verstecken.
Blühendes Buffet von Mai bis November: Die Tankstelle für Admiral und C-Falter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Pennsylvanische Glaskraut eine wertvolle Futterquelle für eine ganze Reihe von Schmetterlingen. Besonders auffällig ist die Anziehungskraft auf den Admiral (Vanessa atalanta) und den Kleinen Fuchs (Aglais urticae). Auch seltenere Gäste wie der Kanarische Admiral (Vanessa vulcania) oder der C-Falter (Polygonia c-album) nutzen die Pflanze. Da die Blütezeit von Mai bis November reicht, stellt sie über viele Monate hinweg eine stabile Struktur im Garten bereit. Die Blätter dienen zudem als wichtige Nahrungsgrundlage für die Raupen dieser Falterarten. Damit leistet das Glaskraut einen messbaren Beitrag zum Erhalt der Schmetterlingspopulationen in deiner Umgebung.
Das Pennsylvanische Glaskraut ist nicht als kindersicher eingestuft. Es besteht zwar keine unmittelbare Verwechslungsgefahr mit hochgiftigen Doppelgängern, dennoch solltest du beim Umgang mit Brennnesselgewächsen vorsichtig sein. Für Haushalte mit kleinen Kindern empfiehlt es sich, die Pflanze eher in unzugänglichen Gartenbereichen zu kultivieren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Nov
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.43 m
Wähle für das Glaskraut einen sonnigen Standort in deinem Garten aus.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und sehr nährstoffreich sein, da die Pflanze ein Starkzehrer ist.
Du kannst die Pflanze im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Achte auf eine gleichmäßige Wasserversorgung, damit der Boden nie vollständig austrocknet.
Eine Gabe von reifem Kompost im Frühjahr unterstützt das kräftige Wachstum optimal.
Da die Pflanze nicht als kindersicher eingestuft wird, solltest du den Standort in Hinblick auf spielende Kinder mit Bedacht wählen.
Die Vermehrung klappt meist ganz von allein durch Selbstaussaat an zusagenden Stellen.
Im späten Herbst solltest du die Triebe stehen lassen, da sie als Winterschutz für Bodenorganismen dienen.
Eine gute Partnerin ist die Große Brennnessel (Urtica dioica).
Beide teilen ähnliche Standortansprüche und fördern als heimisches Gespann die Raupenentwicklung vieler Schmetterlingsarten.
Das Pennsylvanische Glaskraut gehört zur Familie der Brennnesselgewächse (Urticaceae) und zur Ordnung der Rosenartigen (Rosales). Es besiedelt als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) bevorzugt stickstoffreiche Böden in sonnigen Lagen. Typisch sind die glasig-durchscheinenden Stängel und die unscheinbaren Blütenstände in den Blattachseln. Durch eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose zwischen Pilz und Pflanzenwurzel, ist es besonders effizient bei der Nährstoffaufnahme aus dem Boden. In Deutschland und der Region ist es mittlerweile fest etabliert und ökologisch wirksam.
7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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