Bild folgtKI-generierte IllustrationOrobanche rapum-genistae
Auch bekannt als: Orobanche rapum-genistae
4
Arten
interagieren
4
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Ginster-Sommerwurz (Orobanche rapum-genistae) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Mit seinen fleischigen, blattlosen Stängeln und den gelblich-braunen Lippenblüten wirkt er fast wie eine exotische Skulptur. Da er kein Blattgrün besitzt, lebt er als Vollschmarotzer an den Wurzeln von Ginster-Arten. In deinem Garten förderst du damit seltene Spezialisten wie den Baldrian-Scheckenfalter (Melitaea diamina) oder Melitaea celadussa. Als gefährdete Art der Roten Liste ist er ein echtes Juwel für den Artenschutz. Wenn du ihm den richtigen Platz bietest, leistest du einen wertvollen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Vielfalt.
Einzigartiger Überlebenskünstler: Schütze seltene Scheckenfalter in deinem Garten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Ginster-Sommerwurz eine wichtige Anlaufstelle für seltene Falter. Besonders die Scheckenfalter-Arten Melitaea diamina, Melitaea celadussa und Melitaea britomartis nutzen ihn als Nahrungsquelle. Auch die Erdhummel (Bombus terrestris) gehört zu den regelmäßigen Besuchern der markanten Blüten. Da die Pflanze Samen bildet, die im Winter an den vertrockneten Ständen verbleiben, bietet sie eine natürliche Struktur für das Gartenökosystem. Als Art mit dem Status Rote Liste 3 (gefährdet) ist jede Ansiedlung in Privatgärten ein Gewinn für die Biodiversität (biologische Vielfalt).
Der Ginster-Sommerwurz ist als nicht kindersicher eingestuft. Er ist für den Verzehr nicht geeignet und sollte daher in Gärten mit kleinen Kindern mit Bedacht platziert werden. Eine Verwechslungsgefahr mit essbaren Wildpflanzen besteht aufgrund des Fehlens grüner Blätter und der bräunlichen Färbung jedoch kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Sauer (Säurezeiger)
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.56 m
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz in deinem Garten.
Boden: Die Erde sollte mager und nährstoffarm sein (Schwachzehrer). Eine gute Drainage ist wichtig.
Feuchtigkeit: Er bevorzugt frische Böden, was einer mäßigen, gleichmäßigen Feuchtigkeit ohne Staunässe entspricht.
Pflanzzeit: Du kannst ihn von März bis Mai oder im Herbst von September bis November setzen, sofern der Boden frostfrei ist.
Pflege: Da die Pflanze ihre Nährstoffe von einer Wirtspflanze bezieht, ist kein Dünger notwendig. Schneide die abgeblühten Stängel nicht sofort ab.
Vermehrung: Die Pflanze sät sich über winzige Samen selbst aus, sofern die Standortbedingungen passen.
Besonderheit: Da er ein Schmarotzer ist, gedeiht er nur in unmittelbarer Nähe seiner Wirtspflanzen.
Kombinationsempfehlung: Ein idealer Partner ist der Besenginster (Cytisus scoparius). Er dient als notwendiger Lebensraumpartner und teilt die Vorliebe für sonnige, magere Standorte.
Der Ginster-Sommerwurz (Orobanche rapum-genistae) gehört zur Familie der Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) in der Ordnung der Lippenblütlerartigen. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch) und besiedelt bevorzugt sonnige Standorte auf mageren, also nährstoffarmen Böden. Da die Pflanze keine Photosynthese (Energiegewinnung durch Sonnenlicht) betreibt, fehlen ihr echte Laubblätter; stattdessen besitzt sie kleine Schuppenblätter. Er geht eine Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilz und Wurzel) vom Typ AM (Arbuskuläre Mykorrhizapilze) ein.
4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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