Bild folgtKI-generierte IllustrationOphrys sphegodes
Auch bekannt als: Große Spinnen-Ragwurz, Spinnen-Ragwurz
Artengruppe
1
Arten
interagieren
1
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Spinnen-Ragwurz (Ophrys sphegodes) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihrer dunkelbraunen, behaarten Lippe und dem silbrigen Mal in der Mitte sieht sie einer Spinne täuschend ähnlich. Als stark gefährdete Art der Roten Liste (Stufe 2) ist sie ein echtes Juwel für den Naturgarten und zeigt, dass dein Boden ein gesundes Gleichgewicht erreicht hat. Da sie als Schwachzehrer auf magere Verhältnisse angewiesen ist, fördert sie eine spezialisierte Flora, die in herkömmlichen Gärten oft fehlt. Mit dieser Orchidee im Garten setzt du ein klares Zeichen für den Schutz unserer heimischen Artenvielfalt. Wenn du ihr den richtigen Platz gibst, holst du dir ein Stück unberührte Natur direkt vor das Fenster.
Ein Juwel für Kenner: Hol dir die bedrohte Spinnen-Ragwurz in deinen Naturgarten.
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Die Spinnen-Ragwurz ist als einheimische Orchidee ein hochspezialisierter Bestandteil unserer Biodiversität und besetzt eine ökologische Nische auf nährstoffarmen Standorten. Mit ihrem Status auf der Roten Liste 2 (stark gefährdet) ist ihr Erhalt im Garten ein direkter Beitrag zur Rettung einer bedrohten Artengruppe. Sie fungiert als Zeigerpflanze für ein intaktes Bodenökosystem, da ihr Überleben untrennbar mit dem Vorhandensein spezifischer Bodenpilze verknüpft ist. Da sie eine Täuschblume ist, lockt sie Bestäuber durch visuelle Reize an, wobei die Interaktion in naturnahen Gärten ein wertvoller Baustein für das lokale Ökosystem ist. Mangels spezifischer Bestäuberdaten in der Datenbank bleibt die Beobachtung der Besucher an deinen Pflanzen eine spannende Aufgabe für dich.
Die Spinnen-Ragwurz ist als nicht kindersicher eingestuft. Da alle heimischen Orchideen unter strengem Naturschutz stehen und empfindliche Inhaltsstoffe besitzen können, sollte sie nicht verzehrt werden. Für Gärten mit kleinen Kindern oder Haustieren ist sie daher nur an Plätzen zu empfehlen, an denen sie vor neugierigen Händen und Pfoten geschützt ist.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Apr – Apr
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.18 m
Wähle einen vollsonnigen Standort, um der Lichtbedürftigkeit dieser Orchidee gerecht zu werden.
Der Boden muss ein Magerboden (nährstoffarmes Substrat) sein, da zu viele Nährstoffe die Pflanze und ihre Partnerpilze verdrängen.
Achte auf eine frische Bodenfeuchte, was einer mäßigen, gleichmäßigen Feuchtigkeit ohne Staunässe entspricht.
Die ideale Pflanzzeit ist entweder im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden frostfrei ist.
Da die Art eine OM (Orchideen-Mykorrhiza, eine Pilzverbindung) benötigt, darfst du im Umfeld niemals Fungizide (Pilzbekämpfungsmittel) einsetzen.
Verzichte komplett auf Dünger, da die Spinnen-Ragwurz als Schwachzehrer an karge Standorte angepasst ist.
Lasse die Pflanze nach der Blüte im April in Ruhe einziehen und vermeide Bodenbearbeitungen im Wurzelbereich.
Gute Partnerin: Die Aufrechte Trespe (Bromus erectus) – dieses heimische Gras teilt die Standortansprüche und bietet den notwendigen Halt im Magerrasen-Gefüge.
Die Spinnen-Ragwurz gehört zur Familie der Orchideengewächse (Orchidaceae) und ist eine indigene (einheimische) Art in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie wächst bevorzugt auf Magerrasen (nährstoffarme, oft kalkreiche Wiesen) und ist als Geophyt (Pflanze, deren Überdauerungsorgane unter der Erde liegen) an wechselnde Witterung angepasst. Charakteristisch ist ihre Lebensweise in Symbiose mit der Mykorrhiza (einer Lebensgemeinschaft zwischen Pflanzenwurzeln und Pilzen), ohne die sie nicht überleben kann. Aufgrund des massiven Rückgangs ihrer Lebensräume gilt sie als streng geschützt und stark gefährdet.
2 Videos zu Spinnen-Ragwurz (Artengruppe)


1 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →