Bild folgtKI-generierte IllustrationNeuroterus albipes (Schenck, 1863)
Schenck, 1863
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Wirtspflanzen
bekannt
Die flachen, hellen Gallen an der Unterseite der Blaetter Ihrer Stiel-Eiche (Quercus robur) sind das deutlichste Erkennungsmerkmal dieser kleinen Gallwespe. Diese winzigen Insekten fuehren ein Doppelleben mit zwei unterschiedlichen Generationen pro Jahr, die jeweils verschiedene Spuren an der Pflanze hinterlassen. In Ihrem Garten werden Sie die erwachsenen Tiere kaum bemerken, da sie nur wenige Millimeter messen und sehr unauffällig leben. Die Larven ernaehren sich von dem spezialisierten Naehrgewebe, das der Baum als Reaktion auf die Eiablage im Inneren der Galle bildet. Diese Form des Zusammenlebens ist eine hochangepasste Symbiose (Zusammenleben zum gegenseitigen Nutzen oder einseitigen Vorteil), die den Baum in seiner Vitalitaet nicht beeintraechtigt. Als Gartenbesitzer muessen Sie keine Sorge um die Gesundheit Ihrer Baeume haben, da der Befall meist lokal begrenzt bleibt. Vielmehr bereichert die Art das oekologische Gefuege, da die Larven eine wichtige Beute fuer Meisen und parasitierende Insekten darstellen. Ein naturnah gestalteter Garten mit liegengebliebenem Laub bietet diesen Tieren den noetigen Raum fuer ihre Entwicklung. Sie koennen die Artenvielfalt unterstuetzen, indem Sie auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten und natuerliche Prozesse zulassen. Beobachten Sie das faszinierende Zusammenspiel zwischen Insekt und Baum einfach aus der Naehe.
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Diese Gallwespe ist fuer den Menschen und Haustiere absolut harmlos, da sie nicht stechen kann. Auch fuer die Gartenpflanzen besteht keine Gefahr, weshalb keine Gegenmassnahmen erforderlich sind.
Neuroterus albipes gehoert zur Familie der Gallwespen (Cynipidae) innerhalb der Ordnung der Hautfluegler. Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet, mit Nachweisen in Deutschland, Oesterreich, der Schweiz und Belgien. Sie ist obligat (zwingend angewiesen) auf bestimmte Wirtsbaeume wie die Flaum-Eiche (Quercus pubescens) oder die Stiel-Eiche (Quercus robur). Ihr Lebenszyklus umfasst einen Generationswechsel zwischen einer geschlechtlichen und einer ungeschlechtlichen Generation.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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