
Neomys fodiens (Pennant, 1771)
Die Wasserspitzmaus (Neomys fodiens) ist die größte heimische Spitzmausart mit einem dichten, meist schwarzgrauen Rückenfell, einem silbrig-weißen Bauch und auffälligen Borstensäumen an den Pfoten zur Fortbewegung im Wasser. Du findest diesen geschickten Schwimmer meist in naturnahen Gärten mit sauberen Teichen oder Bachläufen, die über dichte Uferbereiche verfügen. Als reiner Fleischfresser ernährt sie sich von verschiedensten wirbellosen Tieren, die sie sowohl an Land als auch tauchend im Wasser erbeutet. Da sie einen extrem hohen Stoffwechsel hat, hält sie keinen Winterschlaf (langfristiger Ruhezustand), sondern ist auch im Februar unermüdlich auf Nahrungssuche. In deinem Garten ist sie ein nützlicher Helfer, da sie zur natürlichen Regulation von Kleintieren beiträgt. Du kannst sie unterstützen, indem du Uferzonen unberührt lässt und Unterschlüpfe wie Totholzhaufen oder Trockenmauen in Gewässernähe errichtest. Ein Verzicht auf chemische Mittel schont die Wasserqualität ihres Lebensraums. Beobachte die flinken Tiere am besten in der Dämmerung, wenn sie zwischen Wasser und Land hin- und herwechseln.
Die Wasserspitzmaus steht unter allgemeinem Artenschutz und darf weder gefangen noch umgesiedelt werden. Vorsicht ist beim Anfassen geboten: Ihr Biss kann aufgrund eines lähmenden Sekrets für Menschen recht schmerzhaft sein, ist jedoch nicht gefährlich.
Die Wasserspitzmaus (Neomys fodiens) gehört zur Familie der Spitzmäuse (Soricidae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Mit einer Körperlänge von bis zu 10 Zentimetern führt sie eine semiaquatische (teilweise im Wasser lebende) Lebensweise. Sie ist sowohl tag- als auch nachtaktiv und besiedelt bevorzugt saubere Gewässerränder. Eine Besonderheit ist ihr giftiger Speichel, der es ihr ermöglicht, auch größere Beutetiere zu überwältigen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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