Bild folgtKI-generierte IllustrationNeomys anomalus Cabrera, 1907
Die Bachspitzmaus (Neomys anomalus) ist ein kleiner Insektenfresser mit einer Kopf-Rumpf-Länge von etwa sechs bis neun Zentimetern, einem schiefergrauen bis schwarzen Rückenfell und einer deutlich helleren, oft weißlichen Unterseite. Charakteristisch ist die spitze, bewegliche Schnauze, die sie ständig zur Nahrungssuche einsetzt. In Deinem Garten hält sie sich bevorzugt an feuchten Stellen wie Teichrändern, Bachläufen oder in dichtem, bodennahem Bewuchs auf. Anders als ihre Verwandte, die Wasserspitzmaus, ist sie weniger stark an das Wasser gebunden, benötigt aber dennoch eine hohe Luftfeuchtigkeit. Als Insektenfresser ernährt sie sich von einer Vielzahl kleiner Wirbelloser, die sie im Boden oder im Flachwasser erbeutet. Sie ist das ganze Jahr über aktiv und hält keinen Winterschlaf (Ruhezustand mit abgesenkter Körpertemperatur), weshalb sie auch im Februar auf Nahrungssuche ist. Ihr hoher Stoffwechsel zwingt sie dazu, Tag und Nacht in kurzen Intervallen zu fressen. Um diesen nützlichen Gartenbewohner zu unterstützen, solltest Du wilde Ecken mit Totholz oder Laubhaufen stehen lassen. Solche Strukturen bieten ihr Schutz vor Fressfeinden und beherbergen gleichzeitig ihre Beutetiere. Ein naturnah gestalteter Gartenteich mit flachen Uferzonen ist für diese Art ein idealer Lebensraum.
Wie alle heimischen Spitzmäuse steht auch die Bachspitzmaus unter Naturschutz und sollte nicht gestört oder ohne triftigen Grund umgesiedelt werden. Sie besitzt einen giftigen Speichel zur Lähmung ihrer Beute, der für Menschen jedoch völlig harmlos ist, solange man das Tier nicht anfasst.
Die Bachspitzmaus (Neomys anomalus) gehört zur Familie der Spitzmäuse (Soricidae) und ist in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Belgien heimisch. Sie besiedelt bevorzugt feuchte Lebensräume in der Nähe von Gewässern, kommt aber auch in Sumpfwiesen vor. Mit einem Gewicht von etwa sechs bis sechzehn Gramm zählt sie zu den kleineren Säugetieren unserer Region. Ihre Lebensweise ist semi-aquatisch (teilweise im Wasser lebend), wobei sie weniger spezialisierte Schwimmborsten als die bekanntere Wasserspitzmaus besitzt.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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