Bild folgtKI-generierte IllustrationMotacilla flava
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Die Wiesenschafstelze (Motacilla flava) erkennst du an ihrem leuchtend gelben Bauch, dem olivgrünen Rücken und dem ständigen Wippen mit dem langen Schwanz. Dieser schlanke Vogel ist ein reiner Insektenfresser, der seine Nahrung am liebsten am Boden oder in niedriger Vegetation sucht. Als Bodenbrüter (Vogel, der sein Nest direkt auf der Erde baut) bevorzugt sie offene Landschaften und feuchte Wiesen, besucht aber auch naturnahe Gärten am Ortsrand. Du wirst sie im Winter bei uns nicht sehen, da sie als Langstreckenzieher (Vogel, der weite Distanzen zum Überwinterungsort zurücklegt) die kalte Jahreszeit in Afrika verbringt. In deinem Garten profitierst du von ihrer Anwesenheit, da sie gezielt nach kleinen Kerbtieren sucht. Besonders die Bereifte Mandel-Weide zieht Insekten an, die dem Vogel als Nahrung dienen. Auch die Wiesen-Flockenblume ist eine wichtige Basis, da sich dort Raupen entwickeln, die auf dem Speiseplan stehen. Um ihr zu helfen, solltest du auf Pestizide (chemische Schädlingsbekämpfungsmittel) verzichten und Wiesenbereiche erst spät im Jahr mähen. Ein strukturreicher Garten mit offenen Bodenstellen bietet ihr ideale Jagdgründe. Ihr Ruf ist ein klares, ansteigendes „psiet“, das man oft hört, bevor man den Vogel sieht.
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Wie alle heimischen Vogelarten ist die Wiesenschafstelze nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Da sie am Boden brütet, ist besondere Vorsicht bei der Gartenpflege und das Fernhalten von Haustieren von potenziellen Brutplätzen zwischen April und Juli ratsam.
Die Wiesenschafstelze gehört zur Familie der Stelzen und Pieper (Motacillidae) innerhalb der Ordnung der Sperlingsvögel. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt vorwiegend offenes Kulturland sowie Feuchtwiesen. Von der ähnlichen Gebirgsstelze unterscheidet sie sich durch den kürzeren Schwanz und den bevorzugten Lebensraum fernab von Gebirgsbächen. Als Zugvogel zeigt sie eine ausgeprägte Standorttreue zu ihren Brutgebieten.
1 Video zu Wiesenschafstelze

•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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