Bild folgtKI-generierte IllustrationMitopus morio (Fabricius, 1779)
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Der Gewöhnliche Gebirgsweberknecht (Mitopus morio) fällt dir in deinem Garten vor allem durch seine extrem langen, fadenartigen Beine und den kompakten Körperbau auf. Anders als echte Spinnen besitzt dieses Tier keine Spinndrüsen und baut somit keine Netze zur Jagd. Du findest ihn oft an der Stiel-Eiche oder in dichten Beständen der Großen Brennnessel (Urtica dioica subsp. dioica). In deinem Garten ist er ein sehr nützlicher Bewohner, da er als natürlicher Aufräumer fungiert. Er ernährt sich von kleinen Insekten, abgestorbenen Pflanzenteilen und Vogelkot, was ihn zu einem Omnivoren (Allesfresser) macht. Durch diese Ernährungsweise hilft er dabei, das organische Material auf deinem Grundstück zu verarbeiten. Tagsüber versteckt er sich meist an kühlen, feuchten Orten, während er in der Dämmerung aktiv auf Nahrungssuche geht. Wenn du ihm helfen möchtest, solltest du wilde Ecken mit Falllaub und Totholz erhalten. Diese Strukturen dienen ihm als Rückzugsort und Jagdrevier zugleich. Auf den Einsatz von chemischen Mitteln solltest du verzichten, um die Population dieser nützlichen Spinnentiere nicht zu gefährden. Er ist ein friedlicher Mitbewohner, der weder beißt noch sticht. Seine Anwesenheit zeigt dir, dass dein Garten ein funktionierendes kleines Ökosystem ist.
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Dieser Weberknecht ist für dich und deine Haustiere absolut harmlos, da er keine Giftdrüsen besitzt. Er steht nicht unter gesetzlichem Artenschutz, ist jedoch als nützlicher Räuber und Verwerter ein wertvoller Teil deiner heimischen Gartenfauna.
Der Gewöhnliche Gebirgsweberknecht (Mitopus morio) gehört zur Familie der Schneider (Phalangiidae) innerhalb der Ordnung der Weberknechte (Opiliones). Er ist in Mitteleuropa weit verbreitet und kommt in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Belgien regelmäßig vor. Diese Art bevorzugt feuchte und schattige Biotope, ist aber auch häufig in Siedlungsbereichen anzutreffen. Als euryöker (an viele Umweltbedingungen anpassungsfähiger) Organismus besiedelt er verschiedene Höhenlagen von der Ebene bis ins Hochgebirge.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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