Bild folgtKI-generierte IllustrationMicrotus subterraneus (Selys-Longchamps, 1836)
Die Kurzohrmaus (Microtus subterraneus) ist eine kleine, kompakt gebaute Wühlmaus mit dunkelgrauem bis braunem Fell, auffallend winzigen Augen und Ohren, die fast vollständig im dichten Pelz verborgen sind. In Deinem Garten bewohnt dieses Säugetier bevorzugt Bereiche mit lockerem, feuchtem Boden, in denen es weit verzweigte Gangsysteme anlegt. Als spezialisierter Erdbewohner verbringt das Tier die meiste Zeit unter der Oberfläche und zeigt sich nur selten im Freien. Die Kurzohrmaus ist ein reiner Herbivore (Pflanzenfresser) und ernährt sich von verschiedenen unterirdischen Pflanzenteilen sowie grünen Trieben in Bodennähe. Eine Winterruhe hält dieses Tier nicht; es bleibt das ganze Jahr über aktiv und nutzt auch bei Frost seine unterirdischen Bauten. Du kannst die Art unterstützen, indem Du auf tiefes Umgraben verzichtest und Gartenbereiche mit dichter Vegetation oder Wildgräsern belässt. Solche Ruhezonen bieten Schutz vor Fressfeinden und erhalten die empfindlichen Tunnelsysteme. Chemische Bekämpfungsmittel sollten im naturnahen Garten ohnehin tabu sein, um die Nahrungskette nicht zu stören. Ein Haufen aus Totholz oder liegengelassenes Laub im Randbereich bietet dem Tier zusätzlichen Schutz beim Verlassen der Gänge.
Die Kurzohrmaus ist für den Menschen völlig harmlos und verhält sich gegenüber Gärtnern sehr scheu. Sie ist kein klassischer Schädling in großem Ausmaß und unterliegt dem allgemeinen Schutz wildlebender Tiere. Ein Umsiedeln oder Töten ohne vernünftigen Grund ist gesetzlich nicht erlaubt.
Die Kurzohrmaus (Microtus subterraneus) zählt zur Familie der Wühler (Cricetidae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz heimisch. Mit einer Körperlänge von 7 bis 10 Zentimetern gehört sie zu den kleinsten einheimischen Nagetieren. Sie lebt bevorzugt in Habitaten (Lebensräumen) mit tiefgründigen Böden, von Wiesen bis hin zu lichten Wäldern. Ihre Lebensweise ist cathemeral (sowohl tag- als auch nachtaktiv), wobei sie perfekt an das Leben in selbst gegrabenen Tunneln angepasst ist.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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