Bild folgtKI-generierte IllustrationMembranipora membranacea (Linnaeus, 1767)
Die Flache Seerinde (Membranipora membranacea) erkennen Sie an ihrem feinen, kalkartigen Überzug, der wie ein weißliches Gitterwerk auf Oberflächen unter Wasser erscheint. Bei diesem Organismus handelt es sich nicht um ein Einzeltier, sondern um eine Kolonie aus tausenden winzigen Zooiden (Einzelindividuen). Jedes dieser Individuen lebt in einer kleinen, rechteckigen Kammer, was der gesamten Gruppe ihr charakteristisches, netzartiges Aussehen verleiht. Ihre Ernährung sichern diese Bewohner, indem sie als Filtrierer (Heraussieber) kleinste organische Teilchen und Kleinstlebewesen aus dem Wasser aufnehmen. In einem gewöhnlichen Binnengarten kommt diese Art kaum vor, da sie vorrangig im Salzwasser oder Brackwasser (Mischung aus Süß- und Salzwasser) beheimatet ist. Sollten Sie jedoch in Küstennähe gärtnern oder Fundstücke vom Meer an Ihrem Teich platzieren, können Sie die filigranen Strukturen beobachten. Als Teil des ökologischen Gefüges tragen sie zur Reinigung des Wassers bei und dienen anderen Kleinstlebewesen als Lebensraum. Für den Erhalt solcher spezialisierten Wasserbewohner ist der Verzicht auf chemische Zusätze im Wasser entscheidend. Die Kolonien wachsen besonders schnell, wenn das Wasser nährstoffreich ist.
Dieses Moostierchen ist für Menschen, Haustiere und andere Gartenbewohner vollkommen harmlos. Es besitzt keinerlei Giftstoffe oder Wehreinrichtungen, die eine Gefahr darstellen könnten. Da es keine besonderen gesetzlichen Schutzauflagen gibt, ist im direkten Umgang mit den Tieren keine besondere Vorsicht nötig.
Die Flache Seerinde (Membranipora membranacea) wird taxonomisch zu den Moostierchen (Bryozoa) innerhalb der Familie Membraniporidae gezählt. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über weite Teile Europas und sie gilt in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als heimisch. Die Tiere leben sessil (festgewachsen) und bilden flächige Kolonien auf verschiedenen festen Substraten (Untergründen) im Wasser. Durch fortwährende Knospung neuer Individuen können diese gitterartigen Teppiche beachtliche Größen erreichen.
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•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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