Bild folgtKI-generierte IllustrationMelitturga clavicornis (Latreille, 1806)
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Du erkennst die Luzerne-Schwebebiene an ihrem auffälligen Schwebeflug und den markanten, am Ende keulenförmig verdickten Fühlern. Bei den Männchen sind zudem die außergewöhnlich großen, oft grünlich schimmernden Augen charakteristisch, die fast den gesamten Kopf einnehmen. Diese solitäre (einzeln lebende) Wildbiene bringt pro Jahr nur eine Generation hervor. Die Weibchen graben ihre Nester im Boden und legen dort ihre Eier in selbst gegrabenen Brutkammern ab. Im Sommer besucht das Tier bevorzugt den Steppen-Salbei (Salvia nemorosa), um dort Pollen und Nektar zu sammeln. Die Larven ernähren sich ausschließlich von dem Pollenvorrat, den das Weibchen in die Brutkammer einträgt. Das Tier überwintert als Ruhelarve tief im Erdboden, um vor Frost geschützt zu sein. Du kannst diese Art fördern, indem du den Steppen-Salbei (Salvia nemorosa) in deinem Garten pflanzt und offene Bodenstellen ohne Bewuchs als Nistplatz erhältst. Achte darauf, Bodenarbeiten in diesen Bereichen zu vermeiden, um die überwinternde Brut nicht zu stören.
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Die Luzerne-Schwebebiene ist völlig harmlos und ein gern gesehener Gast, der den Menschen gegenüber keinerlei Aggression zeigt. Da alle heimischen Wildbienen unter Naturschutz stehen, solltest du die Tiere lediglich beobachten und ihre Nistlöcher im Boden ungestört lassen.
Die Luzerne-Schwebebiene (Melitturga clavicornis) gehört zur Familie der Andrenidae (Sandbienenartige) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch, bevorzugt jedoch warme, trockene Standorte und ist daher eher lokal verbreitet. Mit einer Körperlänge von etwa 11 bis 15 Millimetern ähnelt sie oberflächlich einer kleinen Hummel, unterscheidet sich aber durch die typischen Keulenfühler und das spezifische Flugverhalten. Als solitär lebende Art bildet sie keine Völker, sondern jedes Weibchen sorgt allein für seinen Nachwuchs.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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