Bild folgtKI-generierte IllustrationMelitta nigricans Alfken, 1905
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Du erkennst die Blutweiderich-Sägehornbiene an ihrem gedrungenen, schwarzen Körper mit den schmalen, hellen Haarbinden am Hinterleib und einer Größe von etwa zehn bis zwölf Millimetern. Die Biene bringt nur eine einzige Generation pro Jahr hervor und ist streng oligolektisch (auf eine einzige Pollenquelle spezialisiert). Im Frühling wirst du sie in deinem Garten nicht antreffen, da sie zu dieser Zeit noch als Larve im Boden ruht. Erst im Hochsommer, wenn ihre einzige Futterpflanze blüht, schlüpfen die erwachsenen Tiere. Die Larven ernähren sich ausschließlich vom Pollen des Gewöhnlichen Blutweiderichs (Lythrum salicaria). Das Weibchen legt seine Eier in selbst gegrabenen Gängen im Boden ab, wobei jede Brutelle mit einem Pollenvorrat versehen wird. Den Winter verbringt das Tier als Ruhelarve in einer Art Kältestarre tief in der Erde, geschützt vor Frost. Du kannst diese Spezialistin fördern, indem du den Gewöhnlichen Blutweiderich (Lythrum salicaria) an Teichrändern oder in feuchten Beeten anpflanzt. Da sie im Boden nistet, solltest du Erdstellen in sonnigen Lagen möglichst unberührt lassen und nicht umgraben.
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Diese Wildbiene ist völlig harmlos, zeigt kein aggressives Verhalten und ist ein friedlicher Gast in jedem Naturgarten. Da sie wie alle heimischen Wildbienen unter Artenschutz steht, darf sie nicht gefangen oder in ihrer Brut gestört werden.
Die Blutweiderich-Sägehornbiene gehört zur Familie der Sägehornbienen (Melittidae) in der Ordnung der Hautflügler. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet, ist jedoch aufgrund ihrer engen Bindung an feuchte Standorte lokal begrenzt. Die Männchen zeichnen sich durch leicht gesägte Fühlerglieder aus, was der Gattung ihren Namen gab. Im Vergleich zur Honigbiene wirkt sie dunkler und besitzt spezialisierte Haarbürsten an den Hinterbeinen zum Pollentransport.
3 Videos zu Blutweiderich-Sägehornbiene



•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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